Samariterstiftung Gemeinsam für eine gute Pflege

Christine Klein, Sigrid Godbillon und Margrit Vollmer-Herrmann informierten die beiden Abgeordneten Brigitte Lösch und Thomas Poreski (von links) beim Besuch im Samariterstift.
Christine Klein, Sigrid Godbillon und Margrit Vollmer-Herrmann informierten die beiden Abgeordneten Brigitte Lösch und Thomas Poreski (von links) beim Besuch im Samariterstift. © Foto: Foto: Susanne Häcker
Pfullingen / swp 17.07.2018

Der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski hat gemeinsam mit seiner Kollegin Brigitte Lösch die beiden Pflegeheime der Samariterstiftung in der Echazstadt besucht. Da Brigitte Lösch auch Stiftungsratsvorsitzende der Samariterstiftung ist, wollte sie gerne die Gelegenheit nutzen, sich vor Ort zu informieren.

Poreski bemerkte anerkennend bei dem Rundgang durch das Samariterstift am Stadtgarten: „Mit dem Konzept der Hausgemeinschaften öffnet sich die Einrichtung in vielfältiger Weise und ist aktiv in das soziale Leben im Stadtteil eingebunden.“

Ein großes Thema in allen Einrichtungen ist der massive Mangel an Pflegekräften. „Neben der Schaffung von zusätzlichen Stellen muss auch die Sinnhaftigkeit der Arbeit am Menschen wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Sozialberufe brauchen mehr gesellschaftliche Anerkennung und eine gerechtere Bezahlung“, unterstrich Lösch.

Nach der Hausbegehung mit der Hausleiterin Marie Luise Sontheimer verschafften sich die Abgeordneten einen Eindruck von der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohngemeinschaft in der Hohe Straße, wo sie mit den Bewohnern ins Gespräch kamen. Von dort ging es in das Samariterstift am Laiblinspark, das von Christine Klein geleitet wird. Eine Gesprächsrunde mit den Mitarbeitenden der Samariterstiftung bildete den Schlusspunkt des Vororttermins.

Margrit Vollmer-Herrmann, Regionalleiterin der Samariterstiftung, verwies hierbei auf das innovative Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft und das Hausgemeinschaftskonzept in den beiden Einrichtungen. In familienähnlicher Atmosphäre finden pflegebedürftige Menschen Sicherheit und Geborgenheit in einem geschützten Raum. Und Christine Klein betonte: „Es ist uns ein Grundanliegen, die Selbstständigkeit der Menschen so lange wie möglich zu bewahren. Dadurch kann vielen Menschen die Angst vor der Unselbstständigkeit und Anonymität in großen Pflegeeinrichtungen genommen werden.“ Zum Abschluss gab Vollmer-Herrmann beiden Abgeordneten Anregungen und Verbesserungsvorschläge zum Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz – kurz WTPG – mit auf den Weg. Hier sieht sie klare Nachteile für die anbietergestützten Wohngemeinschaften gegenüber selbstverwalteten ambulanten Wohngemeinschaften.

Wissenwertes zur Samariterstiftung

Die Samariterstiftung ist ein Anbieter sozialer Dienstleistungen in Baden- Württemberg. Die gemeinnützige Stiftung betreibt 60 Häuser und Einrichtungen in der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie. Sie betreut etwa 4000 alte, behinderte und kranke Menschen an 28 Standorten in neun Landkreisen. Etwa 2800 Mitarbeiter sind in diesen Einrichtungen tätig. Die Stiftung ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg.

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