Reutlingen Garant für gute medizinische Versorgung

Unterzeichnung mit (hinten von links) Barbara Ziegler (Qualitätssicherung), Willi Roos (Referatsleiter PKV), Esra'a Al-Madhi (Verbandsärztin), Dr. Peter Kristen (Ärztlicher Direktor) und Friedemann Salzer (Geschäftsführer) und (vorne) Kerstin Enssle (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Landesausschuss PKV) und Norbert Finke (Vorsitzender Geschäftsführer Kreiskliniken).
Unterzeichnung mit (hinten von links) Barbara Ziegler (Qualitätssicherung), Willi Roos (Referatsleiter PKV), Esra'a Al-Madhi (Verbandsärztin), Dr. Peter Kristen (Ärztlicher Direktor) und Friedemann Salzer (Geschäftsführer) und (vorne) Kerstin Enssle (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Landesausschuss PKV) und Norbert Finke (Vorsitzender Geschäftsführer Kreiskliniken). © Foto: Jürgen Spiess
Reutlingen / JÜRGEN SPIESS 04.03.2015
Nur 156 von rund 2000 deutschen Kliniken haben das Qualitätssiegel des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) bereits. Die Reutlinger Kreiskliniken gehören jetzt auch zu dem erlauchten Kreis.

Gesundheit ist das höchste Gut: Diese alte Volksweisheit hat in den letzten Jahren durch die Entwicklung zur "Zweiklassenmedizin" eine ganz neue Bedeutung gewonnen. Die Reutlinger Kreiskliniken mit ihren Standorten Reutlingen, Bad Urach und Münsingen haben nun durch die Verleihung des Qualitätssiegels des PKV-Verbandes nachgewiesen, dass sie sich der alten Volksweisheit verpflichtet fühlen.

"Die Auszeichnung ist für uns nicht nur der Nachweis für eine hohe medizinische Qualität in der Versorgung unserer Patienten, sondern auch eine Anerkennung der hervorragenden Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Norbert Finke, am Montag bei der Vertragsunterzeichnung im Klinikum am Steinenberg.

Hintergrund der Auszeichnung ist ein Partnerschaftsprogramm, das der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) 2012 entwickelt hat. An dem Programm können solche Krankenhäuser teilnehmen, die in medizinischer Hinsicht gehobenen Ansprüchen genügen und zudem ihren Patienten ein hochwertiges Angebot in ausgewählten Bereichen anbieten.

An den seit Jahren gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Krankenhausleistungen müssen sich alle Krankenhäuser im gesamten Bundesgebiet beteiligen. Dabei sollen Qualitätsdefizite erkannt, das krankenhausinterne Qualitätsmanagement unterstützt und die Behandlungsergebnisse über die Berechnung von Indikatoren vergleichbar gemacht werden. Das Ziel ist, die Qualität der Krankenhausleistungen durch diese Maßnahmen zum Nutzen aller Patienten zu sichern und zu verbessern. Vor diesem Hintergrund sind die Krankenhäuser verpflichtet, die Behandlungen bei vom Gesetzgeber genau definierten Krankheitsbildern zu dokumentieren und diese Daten zu Auswertungs- und Veröffentlichungszwecken an die zuständige Landesstelle der PKV weiterzugeben. Dieser gesetzlichen Berichtspflicht sind die Kreiskliniken Reutlingen "vollumfänglich nachgekommen", erläutert Willi Roos, Referatsleiter des PKV-Verbandes, bei der Unterzeichnung.

Für 14 medizinische Leistungsschwerpunkte erhalten die Reutlinger Kreiskliniken nun das Qualitätssiegel des PKV-Verbandes. Neben "der herausragenden medizinischen Leistung" wird mit dieser Partnerschaft auch eine "besondere Qualität im Service-Bereich" gewürdigt: "Das ist ein wichtiger Moment für uns", freut sich Friedemann Salzer, Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen, und ergänzt: "Wir sind stolz auf diese Auszeichnung."

Willi Roos vom PKV-Verband vergisst bei der Vertragsunterzeichnung aber nicht, darauf hinzuweisen, dass sich die ausgezeichneten Krankenhäuser dazu verpflichten, "den hohen Qualitätsanspruch für alle Patienten, unabhängig ihres Versicherungsstatus, zu erfüllen." Regelmäßige Überprüfungen sollen dafür sorgen, dass die Anforderungen auch dauerhaft erfüllt werden.