Eningen Fußballkids spenden insgesamt 6400 Euro an vier Institutionen

6400 Euro brachte der Charitylauf: Bei der Spendenübergabe (von links): Sabine Vaihinger, Annette Fink, Dr. Friedrich Vollmer, Eduard Becker, Geschäftsführer des Seniorenzentrums St. Elisabeth, Suse Gnant, Georg Frauendienst-Egger, Dr. Barbara Dürr, Gaby Kunert und Leiter des Hospiz Ulrich Hufnagel mit (davor) den Fußballkids Nick und Luke Lehner. Foto: Anne Leipold
6400 Euro brachte der Charitylauf: Bei der Spendenübergabe (von links): Sabine Vaihinger, Annette Fink, Dr. Friedrich Vollmer, Eduard Becker, Geschäftsführer des Seniorenzentrums St. Elisabeth, Suse Gnant, Georg Frauendienst-Egger, Dr. Barbara Dürr, Gaby Kunert und Leiter des Hospiz Ulrich Hufnagel mit (davor) den Fußballkids Nick und Luke Lehner. Foto: Anne Leipold
ANNE LEIPOLD 16.08.2012
500 Läufer haben beim Charitylauf ihre Runden im Wengenstadion gedreht, sodass die Fußballkids jetzt 6400 Euro an Frühchen, Arche Regenbogen, Hospiz Veronika und Stiftung Palliativpflege überreichen konnten.

Sie ermöglichen beatmeten Kindern ein familiäres Umfeld, kümmern sich um die kleinsten Patienten, helfen Menschen, die sich selbst nicht mehr alleine helfen können und ermöglichen Menschen am Ende ihres Lebens fürsorgliche Pflege und Zuwendung: Die Arche Regenbogen, der Frühchenverein, die Stiftung Palliativpflege und der Förderkreis Hospiz Veronika können sich über eine Spende von je 1600 Euro freuen. Geld, dass die vier Institutionen dringend benötigen, denn "es wird doch immer schwerer Spenden zu bekommen", wie Sabine Vaihinger, Mitglied der Geschäftsführung der Arche Regenbogen, weiß. Seit fünf Jahren besteht der Verein, vor zwei Jahren wurde die Zahl der Plätze auf 14 erweitert, darunter zwei Notplätze. Derzeit wird der Außenbereich auf Vordermann gebracht, ein Sinnesgarten soll im nächsten Jahr gebaut werden, ein Teil der Spende wird dafür verwendet, erläutert Vaihinger.

Erstmals bedacht wird die Stiftung Palliativpflege, deren Gründung einige Hürden zu überwinden hatte, wie Vorsitzende Suse Gnant berichtet. Aus der Brückenpflege heraus entstanden, hilft die Stiftung ehrenamtlich, den Patienten das Leben zu erleichtern, indem sie beispielsweise für tragbare Sauerstoffgeräte oder Stillkissen aufkommt, die sonst aus eigener Tasche gezahlt werden müssten. Eine Spende, "zum Wohl von Menschen, die sich nicht alleine helfen können".

"Wir stehen am Ende des Lebens mit unserer Aktivität und stehen dennoch mitten im Leben", sagt Dr. Friedrich Vollmer, Vorsitzender des Förderkreises Hospiz Veronika. Mit einem Defizit von 120 000 Euro startet der Förderkreis immer aufs Neue ins neue Jahr. Dies gilt es abzubauen, daher ist er sicher, einen wirklich guten Zweck für die Spende zu finden.

In das Nachsorgeprogramm "Unser Sonnenschein" wird die Spende an den Frühchenverein fließen, sagt Dr. Georg Frauendienst-Egger. Dies sei inzwischen ein großes Thema. Hier werden frühgeborene und schwerkranke Kinder lückenlos vom stationären Aufenthalt bis hin zum häuslichem Umfeld betreut und begleitet.

Der Erfolg des letzten Charitylaufs und die Dankbarkeit der bedachten Institutionen ließen Dr. Barbara Dürr den Gedanken fallen, die Idee des Charitylaufs mit dem Weggang von Ideengeberin Gaby Kunert, gänzlich aufzugeben. Nicht nur, dass wieder über 6000 Euro in die Spendenkasse der Fußballkids gelaufen wurden und viele im Vorfeld spendeten, die während des Laufs im Urlaub waren. In 16 Jahren kamen insgesamt 63 405 Euro zusammen. Damit wurden insgesamt 18 verschiedene Institutionen bedacht. Allein der Förderkreis Hospiz erhielt 13 700 Euro, die Frühchen bekamen 11 000 Euro und an die Arche gingen 6100 Euro. Mit Brigitte Werz und weiterer Unterstützung wird der Charitylauf also weitergehen. Und so kann Barbara Dürr weiter allen "viel Freude, Energie und Tatkraft für das Amt" wünschen.