Unterhausen Für Frauen ist das kein Problem

Die Premiere beim Konzert in der Brögerschule: Omnia und Jukebox beim gemeinsamen „Major Tom“.
Die Premiere beim Konzert in der Brögerschule: Omnia und Jukebox beim gemeinsamen „Major Tom“. © Foto: Jürgen Herdin
Unterhausen / JÜRGEN HERDIN 20.07.2016
Frauen des Chores Omnia und Männer der Jukebox gaben ihr erstes gemeinsames Konzert. Ein Problem? Nicht die Bohne. Sie haben dieselbe Dirigentin

„Multitasking“, also viele Dinge und Vorhaben gleichzeitig bewerkstelligen können, das soll angeblich nur Frauen gelingen, heißt es, sagt der Volksmund von heute. Jedenfalls sollen Frauen viele Sachen besser koordinieren können. Als humorvolles Beispiel nannte Nicole Kümmerle, die Moderatorin des Abends „beim Kühlschrank enteisen gleich auch noch Geld überweisen“.

Doch da die Fähigkeiten des Multitaskings beim Singen wohl nicht so relevant sein würden, unternahmen die beiden Chöre den Versuch, es am Samstagabend beim Konzert in der Brögerschule auf der Bühne einmal gemeinsam zu versuchen.

Seit 18 Jahren gibt es den Chor Jukebox, das sind die etwas jüngeren Herren des Pfullinger Männergesangvereins Eintracht. Vor drei Jahren bekamen sie Christina Stan?eker als musikalische Leiterin. Und sie ist auch die Dirigentin des Frauenchors Omnia, der beim Sängerbund Lichtenstein angesiedelt ist.

Am Klavier spielte Staneker auch am Samstag beim ersten gemeinsamen Konzert. Und sie unterstrich beim von der Jukebox gesungenen „Bridge over troubled Water“, dem Welthit von Simon and Garfunkel, dass dieses Lied ohne die Begleitung an den Tasten niemals zu Weltruhm gelangt wäre. Die wichtigste Aufgabe indes war es, im Vorfeld die beiden Chöre stimmlich so gut wie möglich aufeinander einzuschwören.

Zwar bestritten Omnia und  Jukebox das Konzert weitgehend getrennt, doch die Nagelprobe war dann „Major Tom“, der Gassenhauer der „Neuen Deutschen Welle“, das der Reutlinger Peter Schilling, damals wusste er das noch nicht, zum Evergreen der Popgeschichte machen sollte.

„Für Frauen ist das kein Problem“: Das Motto des Konzerts nahm Nicole Kümmerle gerne auf, um dem Publikum zu erläutern, dass „Männer nicht nur anders ticken“, sondern selbst die Notenschlüssel auf den Notenblättern andere seien, als die, die ein Frauenchor für gewöhnlich vor sich hat. Den schönen, hellen und klaren Frauenstimmen bei „Run“, dessen Version von Leona Lewis die bekannteste war, folgte Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Da heißt es: „Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit“. Und so kam es zur Allianz Omnia/Jukebox bei „Major Tom“ und bei „Super Trouper“ von Abba. Zuvor gab’s in der Pause Häppchen am Büfett. Die hatten die Frauen von Omnia aber dann doch lieber alleine zubereitet.

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