Stadtkirchentag Frischer Wind für die neue Woche

Pfullingen / Gabriele Böhm 17.07.2017

Der ökumenische Gottesdienst auf dem Marktplatz war sehr gut besucht. Da der Sonntag unter dem Motto „befreit“ stand, war die „Freiheit durch den Geist Gottes“ auch Thema der Predigt. Der Posaunenchor, die „Bänd“ und die Chöre aller vier Gemeinden waren im Einsatz. Nach dem Gottesdienst spielte die Stadtkapelle.

„Jesus zeigte sich in der Auferstehungsgeschichte seinen Jüngern mit seinen Verletzungen“, sagte Pastor Lacher. Dadurch entstehe Offenheit.

Die Gemeinde tanzt

„Auch wir müssen lernen, unsere Wunden zu zeigen, damit Frieden entstehen kann.“ Barbara Lins und Maike Bez brachten mit ihren Tänzen die Gemeinde zum Aufstehen und, soweit möglich, zum Mittanzen und zu „freien“ Bewegungen.

Um 14 Uhr begeisterte dann das Musical „Die Schrift an der Wand“ von Hella Heizmann die Zuschauer auf dem gefüllten Marktplatz.

Unter der Leitung von Martin Kohler erzählten die Kinder des Kinderchors St. Wolfgang, denen sich noch zwei weitere Sänger angeschlossen hatten, zusammen oder als Solisten in modernen Texten und zu fetziger Livemusik vom E-Piano die spannende alttestamentliche Geschichte des Propheten Daniel, der fast das Opfer einer Verschwörung geworden war. Ein halbes Jahr hatten die Kinder dafür geprobt, gesungen und lange Texte auswendig gelernt. Die Eltern kümmerten sich um Kostüme und Schminke.

Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. Mit Spaß, auswendig und selbstbewusst stellten die Kinder einen Markttag in Babylonien dar, der in die Handlung einführte. Alles gut, wäre da nur nicht der verschwenderische König. Doch auf einmal wird der König blass, denn auf seiner Palastmauer taucht aus dem Nichts eine geheimnisvolle Schrift auf. Sterndeuter und Wissenschaftler müssen her, doch obwohl jeder weiß, dass sie „klug und weise“ sind,  können auch sie die aramäischen Zeichen nicht deuten. Auf den Rat der Königsmutter wird der Hebräer Daniel geholt, der „Mann, der alles kann.“ Daniel deutet die Zeichen als „Menetekel“.

Danach endete der Kirchentag bunt. Luftballons mit Karten wurden gemeinsam in die Lüfte entlassen. Nun bleibt abzuwarten, welcher Ballon am weitesten gekommen ist. „Es waren drei schöne, tiefe, gesegnete Tage“, sagte Pastor Lacher. Doch nun heiße die Übung „Loslassen“, wie man auch die Ballons losgelassen habe. „Wir haben von diesem Wochenende viel frischen Wind in die neue Woche mitgenommen“, sagte er.