Betriebsausschuss Freibad: Frost macht zu schaffen

Eningen / gboe 13.03.2018

„Seit der überraschend erforderlichen Erneuerung der Bodenplatte verläuft die Umsetzung des Moduls 2, der Sanierung der Umkleide- und Sanitärgebäude des Freibads, planmäßig“, sagte Ortsbaumeister Rainer Klett bei der Sitzung des Betriebsausschusses. Allerdings habe der strenge Frost der vergangenen Tage die Arbeiten behindert. „Anfang März dachten wir, der Winter geht zu Ende“, sagte Roland Schwarz, kaufmännischer Betriebsleiter. „Weil der Januar mild war, sah es so aus, als ob die Verzögerung durch die unterhöhlte Bodenplatte aufgeholt werden könne.“ Doch bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad hätten trotz Heizung und Plane die Putz- und Estricharbeiten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden können. Bereits jetzt sei jedoch deutlich erkennbar, dass der Umkleide- und Sanitärbereich „wesentlich freundlicher und heller“ wirke. Um den Bauzeitenplan einzuhalten, wurde ein Schnell-Estrich eingesetzt, der mit rund 4400 Euro zu Buche schlug. 2500 Euro kostete der Winterschutz, rund 15 000 Euro eine Verkleidung der Innenseite. Ende April, Anfang Mai 2018 plane man die Fertigstellung des 2. Moduls.

Thema Inklusion

Kontrovers diskutiert wurden neu aufgekommene Veränderungen. „Beim Thema Inklusion sollte man alle Register ziehen“, so Ortsbaumeister Rainer Klett. In diesem Fall ging es darum, für 1500 Euro zwei von vier Fönanlagen mit Schiebegestänge auszurüsten, was für Rollstuhlfahrer und Kinder eine Optimierung darstellen würde. Gemeinderätin Rebecca Hummel (SPD) plädierte für die Anschaffung von zwei Handfönen, mit denen Menschen mit Behinderungen besser zurechtkämen. Trotz der Bedenken von Oliver Tollkühn, Mitarbeiter des Planungsbüros Fritz, Handgeräte müssten erfahrungsgemäß wegen Schäden öfter ausgetauscht werden, plädierte die Versammlung für diese Lösung.

Diskutiert wurde auch die Anbringung eines Schriftzugs „Waldfreibad Eningen“ aus Prestigegründen. Schild und Piktogramme als Wegweiser im Umkleide- und Sanitärgebäude, beispielsweise mit Symbolen für „Damen“ und „Herren“, sind mit 3000 Euro brutto veranschlagt. Einige Ausschussmitglieder sprachen sich für ein kostengünstigeres Banner aus, andere waren der Meinung, man solle jetzt nicht am falschen Ende sparen. Auch der Anbringungsort liegt noch nicht fest. Es besteht weiterer Diskussionsbedarf. Mit sieben Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung wurde die Erhöhung der Mittel für die Module 1 und 2 um 20 600 Euro netto (24 500 Euro brutto) im Wirtschaftsplan 2018 beschlossen.