Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend stimmten die Rätinnen und Räte nach kontroverser Diskussion mit 13 Ja- und sieben Nein-Stimmen letztlich doch für den Badespaß.

Auflagen für die Öffnung Honauer Freibad

Wie Nußbaum mitteilte, brauche man Vorlaufzeit und könne das Freibad Honau daher nicht sofort öffnen. Zwölf Gäste verfolgten die Sitzung. Zuvor hatte es einen Ortstermin am Freibad gegeben, das laut Sportstättenverordnung seit dem 6. Juni wieder offen sein könnte. In der Sitzung stellte Hauptamtsleiterin Beatrice Herrmann die von der Verwaltung erarbeiteten Auflagen für die Öffnung vor. Hierzu gehören Abstand- und Hygieneregeln und eine Wegekonzeption mit getrenntem Ein- und Ausgang.

Zeitintervalle: Jeweils 45 Personen

Der Zutritt erfolgt in drei Zeitintervallen, in denen jeweils 45 Personen das Bad nutzen dürfen. Für Sport-, Hobby – und Nichtschwimmer stehen getrennte Bahnen und Becken zur Verfügung. Der Besuch muss einige Tage zuvor online oder per Anruf beim Ortsamt gebucht werden. Bei der anschließenden Diskussion spielten die Kosten eine große Rolle. Wie Herrmann mitteilte, lägen die Fixkosten bei rund 120.000 Euro jährlich, auch wenn das Bad nicht geöffnet werde. Der jährliche Zuschuss durch die Gemeinde betrage 110.000 bis 160.000 Euro. Rolf Goller und Alfons Reiske fragten, ob sich der Aufwand für wenige Wochen lohne. „Freibäder sind immer defizitär“, entgegnete Nußbaum. „Es ist eine Abwägungssache. So viel sparen wir nicht, wenn wir das Bad geschlossen lassen.“

Bade- und Reinigungspersonal stehen hinter der Öffnung

 Auch Wilfried Schneider betonte den Charakter von Bädern als Abmangelbetriebe. „Von daher könnten wir gleich alles schließen. Aber wir haben uns für die Einrichtungen entschieden und sollten es jetzt als Bonbon für die Bevölkerung probieren.“ Von Rolf Goller kam der Vorschlag, die Saison für das Freibad ausfallen zu lassen und stattdessen das Hallenbad früher zu öffnen. Bernd Hageloch zweifelte, ob das Bad unter so vielen Reglementierungen überhaupt für Kinder attraktiv sei. „Eventuell sind Lockerungen zu erwarten“, so der Bürgermeister. Mehrmals wurde positiv ins Feld geführt, dass das Bade- und Reinigungspersonal, wie beim Ortstermin erfahren, hinter der Öffnung stehe und sie mittragen werde.

Klare Dauerkartenregelung

Mit 14 Ja-Stimmen akzeptierten die Räte die weiteren Vorgaben, dass bereits verkaufte Dauerkarten für die Saison 2021 genutzt werden könnten, während der Eintritt für die Besuche 2020 bezahlt werden müsse.