Es stand zwar schon vergangene Woche fest, nun hat der Gemeinderat es noch einmal bestätigt: Das Freibad öffnet am Mittwoch um 7 Uhr. Damit wurde auch gleich ein Wunsch der Gemeinderäte erfüllt. Die Frühschwimmer können mittwochs von 7 bis 9 Uhr ihre Bahnen durch das Becken ziehen.

Viele offene Fragen und Unsicherheiten wegen den Corona-Verordnungen zogen die Sitzung am vergangenen Donnerstag über Stunden hin. Selbst eine einstündige Sitzung des Betriebsausschusses zuvor hatte keine ausreichende Grundlage für die Beratungen in der Gemeinderatssitzung geschaffen. Hinzu kamen Unklarheiten, Widersprüche und Lücken in den neuen Tarif- und allgemeinen Benutzungsbedingungen des Waldfreibades. All das machte eine weitere Sitzung notwendig, damit die Verwaltung Zeit bekam, diese überarbeiten zu können. Auf Florian Wellers (CDU) Vorschlägen aufbauend sind die Vorlagen nun auf einem Stand, dem die Räte zustimmen konnten. „Wir haben eine Basis gefunden, auf deren Grundlage wir das Freibad betreiben können“, betonte daher Bürgermeister Alexander Schweizer am Montagabend. „Wir wollen und werden am 24. Juni das Freibad öffnen“, bekräftigte ebenfalls  Finanz- und Betriebsleiter Roland Schwarz.

Unter der Woche kein Abendschwimmen

Allen Besuchern werden die Regelungen nicht gerecht werden. Einige Zuhörer waren am Montagabend enttäuscht, dass das Bad in den Abendstunden unter der Woche nicht geöffnet hat. Schwimmen nach Feierabend ist für diejenigen, die erst nach 16 Uhr Feierabend haben, nur von Freitag bis Sonntag möglich. Oder sie nutzen die frühen Morgenstunden am Mittwoch.
Wie in vielen anderen Bereich während der Corona-Pandemie sind die momentanen Badebedingungen für das Waldfreibad nicht für die Ewigkeit festgeschrieben. „Das ist ein lernendes System“, betonte Dr. Barbara Dürr (FWV). Eine Ausweitung der Öffnungszeiten wird später möglich sein, vor allem dann, wenn der erkrankte Mitarbeiter wieder eingesetzt werden kann.
Annegret Romer (GAL) hat in der Sitzung angeboten, bei Bedarf das Planschbecken zu beaufsichtigen, damit auch die Kleinen ihren Spaß haben können. An der Vorschrift, dass ein Erwachsener mit maximal drei Kindern in das Bad darf, konnte sie jedoch nichts ändern, dieser Teil gehört zu den Hygienevorschriften. Über Ausnahmeregelungen ließe sich aber reden, signalisierte Fabian Kock, Betriebsleiter des Waldfreibads.

Eintrittskarten gibt’s nur online

Den beschlossenen Bestimmungen nach können die Tickets ausschließlich online fünf Tage im Voraus für maximal fünf Personen pro Bestellung gebucht werden. Reservierungen sind für Besucher ohne eigenen Internetzugang in der Bücherei und im Bürgerbüro möglich. Das Bad hat Montag, Dienstag und Donnerstag von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Mittwochs kann von 7 Uhr bis 9 Uhr und von 10.30 Uhr bi 15 Uhr geschwommen werden. An den Nachmittagen ist der Kiosk geöffnet. Schließlich sind Bad und Kiosk von Freitag bis Sonntag durchgehend von 13 bis 19 Uhr offen. Der Eintrittspreis liegt bei drei Euro für Erwachsene, für Kinder ab sechs Jahren bei 1,50 Euro.
Der günstigere Preis missfiel Eckhard Hennenlotter (CDU) wegen der Sanierung und den zusätzlichen Attraktionen weiterhin. Er verzichtete aber schließlich auf einen entsprechenden Antrag. Immerhin wird die Gemeinde die finanziellen Schäden, die durch Skateboard-Fahrer im Kinderbecken und durch unsachgemäße Arbeit einer Firma entstanden sind, einfordern, bestätigte Schweizer.

Für Ferienzeit üben

Abwarten lautet weiterhin die Devise. Laut einer Umfrage, die Roland Schwarz am Montagabend zitierte, und die sich mit den Erfahrungen anderer Freibäder decke, würden 72 Prozent der Befragten in der gegenwärtigen Situation nicht ins Freibad gehen, nur 17 Prozent würden die Möglichkeit nutzen. „Jetzt können wir üben im Juni und Juli für die Ferienzeit“, sagte Dr. Joachim Sabieraj (CDU). „Und aus den Rahmenbedingungen das Maximale machen.“