Reutlingen Flyer für die Frühförderung

Reutlingen / JÜRGEN HERDIN 16.07.2016
Griffig, pfiffig, aussagekräftig: Zehn Projektgruppen der Kerschensteinerschule arbeiteten an der Gestaltung von Flyern für die Frühförderung von Kindern.   

Sie waren zu viert oder auch als Einzelkämpfer angetreten, um dem Frühförderverbund Ermstal-Alb ein „Gesicht“ zu geben. Dies in Form von aussagekräftigen und gleichermaßen ansprechenden Entwürfen für das künftige Logo, das Briefpapier samt Umschlag, die Visitenkarte und natürlich den Flyer, in dem künftig in prägnanter Weise über die Arbeit der Einrichtung  des Landkreises berichtet werden soll. Hinzu kamen pfiffige Vorschläge für Aufkleber, Buttons, doppelseitige bedruckte Lesezeichen für Bücher und selbst Postkarten.

Zehn Arbeiten wurden diese Woche vorgestellt – und die Auftraggeber waren von den Ergebnissen überaus beeindruckt. Auf den Wiedererkennungswert kommt es an, ebenso wichtig ist für eine Info-Broschüre die Darstellung des Inhalts, der vermittelt werden soll. Auf keinen Fall darf das „Material“ jedoch mit Inhalten überfrachtet werden, denn die Leute sollen das Prospekt ja auch mit Gewinn lesen. „Wir brauchten einen neuen Flyer,  um unsere Arbeit noch besser bekannt machen zu können“, erläuterte Traude Koch, die Fachberaterin für die sonderpädagogische Frühförderung im Landkreis Reutlingen beim Staatlichen Schulamt in Tübingen ist. Auch übersichtlicher und niederschwelliger musste das Erscheinungsbild samt textlichem Inhalt werden.

Solche Aufträge nehmen Werbeagenturen freilich mit Kusshand an. Aber es gibt ja in Reutlingen die Kerschensteinerschule mit ihrer Klasse DZMD für Mediengestaltung. Und die künftigen Designer sollen ja nach Möglichkeit jede Menge praktische Erfahrungen sammeln, bevor sie in den Beruf einsteigen. Darauf legt ihr Lehrer Thung Nguyen großen Wert. Das sei eine große Herausforderung und Chance für die Schüler, meinte auch Schulleiter Hans-Joachim Stark. Für die DZMD sollte es das Jahresprojekt 2016 werden. Zehn Arbeiten kamen in die engere Auswahl.

Aus der Schule kommen immer wieder Anregungen, die auch ganz große Unternehmen ansprechen. Eine ehemalige Schülerin schuf vor Jahren einen kompakten Hochglanz-Bildband, den die Lufthansa als besonderes Schmankerl in ihrer Business-Klasse auslegte.

 „Fördern, beraten, begleiten“: Das durfte bei der Frühförderung Ermstal-Alb im Text nicht fehlen. Und damit man nicht aneinander vorbeiredet, trafen sich Projektgruppen und Verantwortliche zu einer Zwischenpräsentation der Entwürfe. Zahlreiche Änderungen wurden fällig. Am Ende bekamen Mario Schmaus und Timo Banaszak den Zuschlag, „deren Arbeit so richtig professionell ist“, lobte Traude Koch.