Schulen FLG ist nicht erweiterbar

Reutlingen / Carola Eissler 07.07.2018

Die steigenden Einwohnerzahlen führen auch zu steigenden Schülerzahlen. Die Stadtverwaltung lässt derzeit mittels Machbarkeitsstudien prüfen, welche Gymnasien erweitert werden könnten. Erste Ergebnisse für das Listgymnasium und das Johannes-Kepler-Gymnasium liegen jetzt vor.

Keine gute Nachricht für das Listgymnasium: Die beiden Standorte in der Kanzleistraße und im Spitalhof sind schlichtweg nicht erweiterbar. Beide Gebäude liegen auf engem Raum in der Altstadt, das eine direkt am historischen Schwörhof, das andere im Spitalhof noch in besonderer Situation. Zwar steht das dortige Gymnasiumsgebäude nicht unter Denkmalschutz, wohl aber das gesamte Ensemble des Spitalhofs. Eine Erweiterung würde das Ensemble zerstören.

Unabhängig von diesen Ergebnissen ist die Stadtverwaltung allerdings fest entschlossen, das List-Gebäude im Spitalhof zu sanieren, die Kosten belaufen sich auf rund 5,5 Millionen Euro. Gewünscht ist die Erweiterung um drei Klassenzimmer, um eine volle Vierzügigkeit zu erreichen. Drei der bestehenden Klassenzimmer haben die vorgeschriebene Mindestgröße derzeit nicht. Für die Sanierungszeit ist eine Unterbringung in Containern vorgesehen.

Möglichkeiten zur Erweiterung haben die Planer beim Johannes-Kepler-Gymnasium durchaus ausgemacht. Im Bereich des bestehenden Schulhofs zwischen Haupt- und Mensagebäude wäre ein Neubau möglich, um den Fachbereich Kunst dort unterzubringen sowie die notwendigen Räume für einen zusätzlichen Klassenzug. Allerdings entfiele dann ein Großteil des Schulhofs. Um diese wegfallenden Flächen zu kompensieren, müssten gut 1000 Quadratmeter der danebenliegenden Rennwiese zum Schulhof umgebaut werden.

Eine Idee, die bei den Stadträten im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss gar nicht gut ankam. Gabriele Janz (Grüne) sagte, bei der Rennwiese handle es sich um einen wichtigen sportlichen Bereich. „Wir sind deshalb dagegen, die Rennwiese zu verplanen.“ So äußerten sich auch Rainer Löffler (CDU) und Erich Fritz (FWV). Die Kosten für eine Erweiterung des Kepler-Gymnasiums schwanken zwischen zwei und acht Millionen. Denkbar wäre durchaus auch ein Ersatzbau für den in den 1970er Jahren errichteten Neubau, direkt neben dem Tonne-Theater.

Und dann gibt es noch die Variante, ein sechstes Gymnasium in Reutlingen zu bauen. „Aber man muss sich auch überlegen, was ein sechstes Gymnasiums für die anderen Schulen dann bedeutet“, gab Rainer Löffler zu bedenken.

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