Eningen Flexibles Konzept der Unterbringung von Flüchtlingen

Eningen / SIMON WAGNER 26.07.2016
Weil die Achalmgemeinde ihr Soll bei der vorläufigen Unterbringung weit übertroffen hat, soll sie nun bei der Anschlussunterbringung entlastet werden.

Einstimmig und mit großem Wohlwollen gab der Eninger Rat den Weg frei für eine Rahmenvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Landkreis Reutlingen. Bestandteil der Kooperation ist ein Konzept, das die flexible Schaffung von Plätzen zur Unterbringung von Flüchtlingen zum Inhalt hat.

Nachdem die Gemeinde die Sollzahlen für die vorläufige Unterbringung durch zwei bereitstehende Gemeinschaftsunterkünfte weit übertroffen hat, will der Landkreis die Gemeinde nun bei der anstehenden Anschlussunterbringung spürbar entlasten. Und das mit einer Regelung, die Ordnungsdezernent Dr. Claudius Müller bei seiner Visite im Eninger Rat als die „weitestgehende, die wir im Landkreis abschließen werden“ bezeichnete.

Demnach soll, wie bereits berichtet, die Anschlussunterbringung durch die beiden Gemeinschaftsunterkünfte mit abgedeckt werden. Für die Gemeinde besteht der Vorteil darin, dass sie keine zusätzlichen Plätze für die Anschlussunterbringung von Asylbewerbern und ihren nachfolgenden Familien aus Gemeindemitteln bereitstellen muss.

Für die Belegung fällt gleichwohl  eine Mietgebühr an, die aber auf kurzen Wegen abgewickelt werden soll. Für die Betreuung der Personen in der Anschlussunterbringung sind die vom Landkreis beschäftigten Sozialarbeiter zuständig. Zudem stellt der Kreis in Eningen Räume zur Verfügung, die seit vergangener Woche dem Arbeitskreis Asyl und der Integrationsarbeit dienen.

Insgesamt stehen in Eningen rund 500 Plätze für vorläufige und Anschlussunterbringung zur Verfügung. Aber die Unterkunft im Mühleweg soll maximal mit 400 Personen belegt werden. Es soll ein Puffer erhalten werden, um kurzfristig reagieren zu können. Derzeit suchen laut Müller, nur rund 2500 Personen im Monat Schutz im Land. Weitere Entwicklungen seien noch nicht absehbar. Provisorien, wie etwa das Vallon-Gebäude in Eningen, sollen daher weiter als „Rückfallebene“ bereit stehen, auch wenn sie aktuell „vom Netz“ genommen werden.

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