Pfullingen / JÜRGEN HERDIN  Uhr
Gesundheit! Das erst Ende April vom Pfullinger Gemeinderat beschlossene Projekt ist nun zu sehen und zu benutzen im Park zwischen der Villa Laiblin und dem Seniorenheim Samariterstift.

Es erinnert ein wenig an "Trimm-Dich-Pfade" im Kleinen, die in den 70er Jahren ihre Hochzeit hatten. Der erste Fitness-Pfad in Deutschland wurde 1962 installiert - als "Schweißtropfenbahn". Die Leute, die ihn damals als junge Erwachsene nutzten, kommen heute in das Alter, in dem sie fit sind für die Bewegungsgeräte zwischen dem Samariterstift und der Villa Laiblin. Wunderschön halbschattig unter Bäumen platziert, sollen sie Senioren in Bewegung halten. Seitlich der pfiffig und wetterfest konstruierten Übungsgeräte befindet sich jeweils eine Metalltafel, auf der die Leute erfahren, was sie mit den vier roten Fitness-Machern so alles tun können - und vor allem, welche Trainingsergebnisse sie bringen können. Alle Geräte sind barrierefrei zu erreichen.

Da ist das "TwistGym" mit Gymnastikaufgaben, welche die Hüft- und Lendenmuskulatur in Schuss halten sowie die "quer verlaufenden Anteile der Bauchmuskulatur. Für eine bessere Beinbeweglichkeit, die Oberschenkel- und Wadenmuskulatur ist "StepGym" zuständig. Man ahnt es schon: Hier kommen die Beine zum Einsatz.

Beim "TrackGym" geht es um die allgemeine Beweglichkeit, die Kondition sowie den Gleichgewichtssinn. Schließlich kann das "RotoGym" die Beweglichkeit der Schultern, der Ellenbogen- und der Handgelenke fördern, ebenso wie die Körperhaltung insgesamt.

Alle Trainingsgeräte sind vom Samariterstift, dem altengerechten Wohnen und dem betreuten Wohnen im Süden der Stadt nur einen Steinwurf entfernt. Und wie die Stadt mitteilt, haben schon Vereine und Organisationen ihr Interesse signalisiert, die Geräte auch nutzen zu wollen. Schließlich wurden auch Physiotherapeuten bei der Planung mit einbezogen, so Margrit Vollmer-Herrmann von der Samariterstiftung. Und schnell kam man auf den Namen "Bewegung im Park".

Ganz billig waren die Fitness-Macher nicht, befand zumindest Hartmut Seeger von der Pfullinger "Stiftung für Menschen". Zusammen mit der Stiftungssprecherin Cornelia Schad und anderen aktiven Leuten konnte man für diese pfiffige Form der Gesundheitsförderung den Lion's Club, der 4000 Euro gab, mit ins Boot nehmen. Insgesamt haben die Übungsgeräte im Laiblinspark 16 000 Euro gekostet. Die Stadt und deren Bauhof stemmten die Hälfte davon.

"Deutschland bewegt sich", merkte Hartmut Seeger an. Er wünscht sich, dass zu den bisherigen Geräten "ja noch einige hinzu kommen könnten".