Tübingen Firmen machen ihre Hausaufgaben

SWP 30.08.2013
Nach einem Jahr Energietisch Tübingen ziehen die beteiligten Firmen Bilanz: Es ließ sich ganz schön was einsparen, heißt es in einer Mitteilung.

4,5 Prozent Strom und Brennstoffe ließen sich schon nach zwölf Monaten einsparen. Die CO2-Bilanz ist ebenfalls gut: 85 Tonnen weniger wurden emittiert. Das kann sich sehen lassen.

Über ein Jahr beschäftigen sich acht Tübinger Unternehmen mit ihrem Energieverbrauch. Im Mittelpunkt: Wie lässt sich der Verbrauch senken, um Firmenkasse und Umwelt gleichermaßen zu schonen? Vier Treffen gab es im Laufe des Jahres mit Energieberater Jochen Letsch, um sich auszutauschen und Tipps zu bekommen. Der Experte kam außerdem in jeden Betrieb, um dort eine energetische Bestandsaufnahme zu machen, heißt es in der IHK-Mitteilung.

Die acht Firmen setzen sich gemeinsam das Ziel, vier Prozent ihres Energieverbrauchs zu sparen und einen großen Teil der vom Energieberater vorgeschlagenen Maßnahmen im Laufe des Jahres umzusetzen. Mit Erfolg: Nach zwölf Monaten konnten von den 5200 Megawattstunden Jahresenergieverbrauch 4,5 Prozent eingespart werden und "die Firmen damit ihre Hausaufgaben erledigen", sagt Dr. Martina von Ow-Wachendorf von der IHK.

Auf dem Weg zur Energieeinsparung wurden Schwachstellen aufgedeckt. So fand der Energieberater nicht gedämmte Rohrleitungen oder Kühlschränke, die niemals abgestellt wurden. Manche Aufgabe war gleichwohl schwieriger, wie Wolfgang Möck von der gleichnamigen Autoverwertung berichtet: Seiner Firma hatte der Berater vorgeschlagen, die Abwärme der Schrottschere für die Heizung des Neubaus zu nutzen. "Das hat mich so beschäftigt, dass ich nachts schon davon geträumt habe." Am Ende entstand eine andere Idee: Die Abwärme der Schrottschere wird nun zum Trocknen von Recyclingmaterial verwendet. Die Idee vom Energietisch wird weitergehen. Die beteiligten Unternehmen wollen das Thema Energieeinsparung in den Betrieben weiter vorantreiben.

Beteiligte Firmen