Pfullingen Firma Freya Strickmoden stellt Insolvenzantrag

Pfullingen / SWP 09.02.2013

Die Firma Freya Strickmoden GmbH & Co. KG in Pfullingen musste am 6. Februar einen Insolvenzantrag stellen. Am Tag darauf wurde Rechtsanwalt Jürgen Sulz aus Reutlingen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Nach einer ersten Durchsicht der Unterlagen konnte festgestellt werden, dass der Insolvenzantrag wesentlich bedingt ist durch erhebliche Verbindlichkeiten der Firma im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, heißt es von Seiten des Insolvenzverwalters. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass insbesondere aufgrund der neuen Linie "FreyWild" und der Auffrischung der bisherigen Strick- und Shirt-Kollektionen eine positive Prognose gestellt werden kann.

Über die Insolvenzeröffnung wird spätestens bis zum 1. April entschieden. Die 63 Mitarbeiter wurden bereits über die Situation im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für den Monat Januar 2013 wurde bereits in die Wege geleitet. Die Kunden und Lieferanten werden durch Rundschreiben informiert.

Gegründet hat Kurt Frey die Firma 1948 in Kuchen bei Geislingen. Die Firma wuchs rasch zu einem größeren Unternehmen. 1954 wurde Freya vom Deutschen Patentamt als Warenzeichen anerkannt. Um dichter am Zentrum der Textilindustrie zu sein, wurde der Standort 1965 nach Pfullingen verlegt. Das neu errichtete Betriebs- und Verwaltungsgebäude war schnell zu klein und musste im Laufe der nächsten beiden Jahrzehnte mehrmals erweitert werden.

1994 übernahm dann Jürgen Frey, der Sohn des Firmengründers, die Geschäftsleitung. Derzeit werden 50 Prozent der Freya-Kollektion in die Niederlande, Frankreich, Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg, Irland, Schweden, Finnland, Norwegen, USA und Kanada exportiert, heißt es auf der Firmen-Homepage.

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