Umwelt Feuerwerk und Feinstaub

Raketen und Böller trieben in der Neujahrsnacht die Feinstaubwerte explosionsartig nach oben.
Raketen und Böller trieben in der Neujahrsnacht die Feinstaubwerte explosionsartig nach oben. © Foto: Ralf Ott
Reutlingen / Ralf Ott 02.01.2017

Die Feinstaubbelastung lag in Reutlingen am Neujahrstag bei einem vorläufigen Tagesmittelwert von 152 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit um das Dreifache über dem zulässigen Grenzwert von 50 Mikrogramm, wie die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz mitteilte. Die Achalmstadt rangiert im Vergleich der Luftmessstationen im Land auf Platz vier der am stärksten belasteten Orte nach Ludwigsburg, Stuttgart (Am Neckartor) sowie Bernhausen. Kurz nach Mitternacht war der Wert als Folge des Feuerwerks auf 500 Mikrogramm hochgeschnellt (wir haben berichtet). Unterm Strich entspricht die deutschlandweit durch Böller und Raketen verursachte Feinstaubmenge 15 Prozent der alljährlichen Gesamtfeinstaubmenge aus dem Autoverkehr. Besonders gefährlich ist der Staub aus der Verbrennung des Feuerwerks, weil die Teilchen kleiner als 0,1 Mikrometer sind und so leichter in die Lunge gelangen. Für Entspannung sorgte dann endgültig der gestrige Wetterumschwung mit stärkerem Wind und Niederschlägen. rot