Oberbürgermeisterwahl FDP bringt Kalbfell ins Spiel 

Wer folgt auf Oberbürgermeisterin Barbara Bosch?
Wer folgt auf Oberbürgermeisterin Barbara Bosch? © Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / swp 25.07.2018

Die Liberalen waren am schnellsten: Bereits um  17.03 Uhr lag ein Erklärung der  FDP-Ratsfraktion vor. Die FDP bedaure Barbara Boschs Verzicht, nehme die dafür angeführten persönlichen Gründe aber „mit Respekt zur Kenntnis“. Dankbar blicke man auf 16 Jahre gemeinsames erfolgreiches Schaffen für Reutlingen zurück. „Barbara Bosch war die erfolgreichste OB seit Oskar Kalbfell“, schreibt Fraktionsvorsitzender Hagen Kluck. Sichtbare Beweise seien die neue Stadthalle, der Scheibengipfeltunnel, der große Zuwachs an innovativen und zukunftsgerichteten Arbeitsplätzen, der Theater-Neubau, die Erfüllung der vielen sozialen Aufgaben samt Bewältigung der Flüchtlingskrise, die vorbildliche Bürgerbeteiligung und die Belebung demokratisch-reichsstädtischer Traditionen. Die FDP wolle versuchen, den früheren Reutlinger Stadt- und Kreisrat und heutigen Leinfelder-Echterdinger Bürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell für eine Kandidatur zu gewinnen.

„Die Entscheidung von Frau Bosch, nicht erneut zu kandidieren, ist gut für Reutlingen“, schreibt hingegen der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Löffler. „Wir sind überzeugt: Es ist Zeit für Neues. Wir treten ein für moderne Schulen, intelligente Verkehrslösungen, bezahlbaren Wohnraum sowie ein starkes Handwerk und einen starken Handel. Für ein starkes Reutlingen in einer starken Region. Dafür braucht es einen neuen Oberbürgermeister mit frischen Ideen. Wir werden mit einer solchen Persönlichkeit bei der Oberbürgermeister-Wahl im nächsten Jahr antreten. Unser Kandidat ist kompetent, bürgernah und unverbraucht“, kündigt Löffler an.

Die FWV-Fraktion im Reutlinger Gemeinderat respektiere die Entscheidung der Oberbürgermeisterin. Im laufenden Jahr seien viele zukunftsträchtige Projekte wie Radmasterplan, Stadtbuskonzept, Regionalstadtbahn, Wohnbau- und Gewerbeoffensive mit vielen Bebauungsplänen angestoßen worden oder befänden sich in der Phase der Verwirklichung.

Nach Meinung der Freien Wähler wäre ein Weitermachen mit einer erneuten Kandidatur der OB und das Weiterbegleiten und zu Ende bringen der vielfältigen Projekte sicher eine Option gewesen, heißt es in der Pressemitteilung. Gespannt sind die Freien Wähler auf die Kandidaten, „die es sich zutrauen, das ‚Schiff Reutlingen’ sicher, konstant und vertrauensvoll als OB zu führen“.

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