Region Faschingsbilanz: Hohe Belastung für die Polizei

Region / SWP 21.02.2015

Eine hohe Einsatzbelastung aber keine herausragenden Sachverhalte oder schwere Straftaten verzeichnet das Polizeipräsidium Reutlingen über die Faschingszeit. Insbesondere am Wochenende vor Faschingsdienstag, hatten die Beamten alle Hände voll zu tun. Überwiegend beschränkten sich die Einsätze jedoch auf Ruhestörungen oder Schlichtung kleinerer Streitigkeiten. Allerdings mussten vereinzelt betrunkene Streithähne oder Randalierer in Gewahrsam genommen oder wegen Körperverletzungsdelikten eingeschritten werden.

Ein Unbekannte zündete am Samstag in der gut besuchten Wurmlinger Turnhalle einen Böller, wodurch eine weibliche Besucherin eine Trommelfellverletztung erlitt. Im gleichen Zeitraum wurden die Beamten auf Faschingsveranstaltungen in Esslingen, Plochingen und Kirchheim zu alkoholbedingten Streitigkeiten gerufen, bei denen die Aggressoren teilweise so betrunken waren, dass sie sogar die einschreitenden Polizisten anpöbelten. Die Mehrzahl der Veranstaltungen verlief aber friedlich.

Die angekündigten Verkehrskontrollen dürften manchen davon abgehalten haben, sich alkoholisiert oder unter Drogen ans Steuer zu setzten. Trotzdem musste man 38 Verkehrsteilnehmern (Vorjahr 35) den Führerschein abgeben, weil sie zu tief ins Glas geschaut haben. Hierbei entfielen jeweils 15 auf die Kreise Reutlingen und Esslingen sowie acht auf den Kreis Tübingen. Waren 2014 noch 23 Autofahrer unter Drogeneinfluss am Steuer ertappt worden, sank diese Zahl 2015 auf 19 Fahrer. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Alkohol blieb mit 17 (fünf Verletzten) zum Jahr 2014 mit 14 und ebenfalls fünf Verletzten konstant. Hiervon wurden im Kreis Reutlingen fünf Unfälle mit zwei Verletzten, im Kreis Esslingen neun Unfälle mit zwei Verletzten und im Kreis Tübingen drei Unfälle mit einem Verletzten registriert. Zudem wurden im Kreis Esslingen zwei Verkehrsunfälle erfasst, bei denen die Verursacher unter Drogen standen.