Reutlingen Farbenfroh, freundlich und kindgerecht

ANNE LEIPOLD 30.03.2012
Farbenfroh und kindgerecht ist die neue Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Dazu trugen die 70 000 Euro bei, die durch 75 Spender zusammenkamen.

Grasgrüner Boden trifft auf sonnengelbe Wände, bunte Vorhänge ersetzen graue Lamellen vor den Fenstern. Eine einsame Insel liegt im tiefblauen Meer, Möwen segeln durch die Luft, während die Sonne tief am Himmel steht. Dieses und andere Wandbilder sowie die hellen Farben machen die Klinik der Kinder- und Jugendmedizin auf dem Steinenberg so freundlich und sorgen für eine ausgesprochen wohlige Atmosphäre.

Aufgehoben und geborgen sollen sich die Kinder hier fühlen. Selbst in den Bädern finden sich Farbtupfer. Diese Gestaltung ist den insgesamt 70 000 Euro zu verdanken, die von 75 Spendern ermöglicht wurde. Dieses Engagement wird nun mit einer eigens dafür angefertigten Spendentafel honoriert.

Zahlreich sind die Spender in der Klinik erschienen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie die Spenden eingesetzt wurden. "Wir sind ihnen dafür dankbar, weil sie dieser Abteilung mit dieses schöne Gesicht gegeben haben", bedankt sich Dr. Rafaela Korte, Vorsitzende der Geschäftsführung der Kreiskliniken. Freundlichkeit, Farbe und Licht kommen in diesem Teil des Klinikums am Steinenberg zusammen. Mit neidischem Blick würden sich auch die Erwachsenen für ihre Stationen so eine freundlich gestaltete Station wünschen, weiß Prof. Dr. Peter Freisinger, Chefarzt der Kinderklinik, zu berichten. "Wir haben viel Wert auf die Farbgestaltung gelegt", sieht sich Freisinger in der Entscheidung bestätigt. Firmen haben gespendet, Hebammen haben Mützchen gestrickt und verkauft, Schulklassen haben Gutsle gebacken und Marmelade gekocht, um diese auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen, erzählt Sabine Dörr, Vorsitzende des Frühchenvereins.

Mit den Schwestern, Pflegern und Ärzten haben sie abgestimmt, was die Kinder brauchen, damit sie schnell wieder genesen. "Die Kinder sind unsere Zukunft, das wird heutzutage immer wieder vergessen. Wir müssen sie hegen und pflegen und das nicht nur im medizinischen Sinne", betont Chefarzt Prof. Dr. Peter Freisinger.