Reutlingen Fachkräftebedarf unverändert hoch

Reutlingen / SWP 01.04.2015
Die Arbeitslosenquote ging im März bei der Arbeitsagentur Reutlingen auf 3,5 Prozent zurück, 0,5 Prozentpunkte unter der Landesquote. Seit Februar sank die Anzahl der Arbeitslosen um 200 auf 9 428.

Wilhelm Schreyeck, Chef der Reutlinger Arbeitsagentur, bestätigt die weiterhin positive Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. "Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist höher als saisonüblich, allerdings haben wir eine unterschiedlich gute Entwicklung sowohl in den beiden Landkreisen und als auch was Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung betrifft." Die Stellenmeldungen waren auch im März auf einem hohen Niveau.

Der Agenturbezirk Reutlingen nimmt die Spitzenposition bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein. Nach den aktuellsten Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom September 2014 hat der Agenturbezirk Reutlingen einen weiteren Höchststand der Beschäftigtenzahlen mit 179 700 erreicht. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 5530 Beschäftigte (plus 3,2 Prozent).

Das Land fällt mit einer Steigerung von 2,2 Prozent gegenüber Reutlingen deutlich ab. Die stärkste Zunahme gab es beim Verarbeitenden Gewerbe (plus 1450 Beschäftigte/plus 2,9 Prozent), mit etwas Abstand gefolgt von der Metall- und Elektroindustrie und der Herstellung von überwiegend häuslich konsumierter Güter.

Im Landkreis Reutlingen waren im März 5700 Menschen arbeitslos gemeldet, davon 2080 bei der Agentur für Arbeit und 3620 beim Jobcenter Landkreis Reutlingen. Um mehr als fünf Prozent ist die Arbeitslosenzahl seit dem letzten Jahr gesunken.

Bei den von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosen gab es einen Rückgang von knapp 9,5 Prozent, bei den vom Jobcenter Landkreis Reutlingen Betreuten einen Rückgang um rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Landkreis Tübingen mit 3725 arbeitslos gemeldeten Frauen und Männern verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls einen Rückgang um 2,5 Prozent. 1525 Menschen wurden von der Arbeitsagentur und 2200 Menschen vom Jobcenter Landkreis Tübingen betreut.

Während bei den Arbeitslosengeld-I-Empfängern der Rückgang 1,7 Prozent gegenüber 2014 betrug, fiel die Abnahme bei den Arbeitslosengeld-II-Empfängern höher aus (minus drei Prozent).

Im März wurden dem Arbeitgeber-Service 1035 Stellenangebote von den Unternehmen und Behörden der Region gemeldet. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 13,5 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres wurden insgesamt 2700 offene Arbeitsplätze gemeldet. Mehr als ein Drittel der Stellen stammt aus der Produktion und Fertigung, 16 Prozent Kaufmännische Dienstleistungen/Handel, 13 Prozent Erziehung/Soziales und zwölf Prozent aus dem Bereich Verkehr/Logistik.

Die Arbeitslosenquote für den Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Reutlingen ging im März um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent zurück. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,7 Prozent.

Die Quoten im Einzelnen, in Klammern die Vorjahreswerte:

Landkreis Reutlingen 3,8 (4,0) Prozent, Landkreis Tübingen 3,2 (3,3) Prozent.

Hauptagentur Reutlingen 3,9 (4,2) Prozent , Geschäftsstelle Münsingen 2,9 (3,2) Prozent und Bad Urach 3,3 (3,3) Prozent.

Nach der Hälfte des Beratungsjahres liegen im März erstmals Zahlen zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt vor. Seit Oktober 2014 haben sich 2060 Interessenten für eine Lehrstelle gemeldet, fast ebenso viele wie im Vorjahreszeitraum.

Die Ausbildungsbetriebe in der Region haben seit Oktober 2543 Ausbildungsstellen gemeldet, 3,5 Prozent mehr als vergangenes Jahr. "Die Ausbildungsbetriebe sehen den Fachkräftebedarf deutlich auf sich zukommen und haben es auf der anderen Seite nicht mehr so einfach, geeignete Bewerber zu akquirieren", kommentiert der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Reutlingen, Wilhelm Schreyeck, die Lage.

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