Reutlingen Exporte steigen auf Rekordniveau

Reutlingen / SWP 09.03.2012
Die Wirtschaft der Region wächst weiter im Exportgeschäft. Heimische Firmen exportierten 2011 Waren im Wert von 5,46 Milliarden Euro.

Die Wirtschaft bleibt ihrer Exportstärke treu: Über 1000 Milliarden Euro betrug 2011 das deutsche Ausfuhrvolumen. Damit wurde erstmals die Marke von einer Billion Euro geknackt. Die in der Region ansässigen Exporteure profitierten dabei ebenfalls von der guten Konjunktur.

Den höchsten Exportzuwachs verbuchte dabei mit 7,6 Prozent der Landkreis Tübingen, erreichte 1,05 Milliarden Euro und übersprang die Milliardengrenze. Mit 7,4 Prozent wuchs der Zollernalbkreis ebenfalls überdurchschnittlich: Dort verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 1,48 Milliarden Euro ins Ausland. Im Landkreis Reutlingen hingegen stieg das Ausfuhrvolumen 2011 um 5,3 Prozent und erreichte nun 2,93 Milliarden Euro. "Der Export bleibt weiter die Stütze der regionalen Wirtschaft", bewertet Heiko Müller, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, die Zahlen.

Die regionale Exportquote, der Anteil des Auslandsumsatzes an den Gesamtverkäufen, ist im vergangenen Jahr auf 46,2 Prozent (2010: 47,4 Prozent) zurückgegangen. Sie bleibt nach wie vor hinter der baden-württembergischen Exportquote von 52 Prozent zurück. Der Landkreis Reutlingen verlor 1,7 Prozentpunkte auf nunmehr 47,8 Prozent. Tübingen hat sich von 48,1 auf 47,1 verschlechtert. Im Zollernalbkreis nahm die Exportquote von 43,3 Prozent auf 42,9 Prozent ab. Die IHK unterstützt die Unternehmen weiterhin mit der "Exportoffensive Neckar-Alb", eine Initiative zur verstärkten Förderung des Exports in der Region. Potenziellen Neuexporteuren wird der Einstieg in Auslandsmärkte erleichtert und ihre Exportfähigkeit entwickelt.

Mit Blick auf Jahr 2012 schauen die regionalen Exporteure optimistisch nach vorn. "Die meisten Unternehmen sind gut aufgestellt und haben in ihrer Branche einen guten Ruf", sagt Müller. Die nicht gelöste Eurokrise könnte jedoch die guten Aussichten eintrüben. "Wichtige Abnehmerländer haben mit Problemen zu kämpfen, darunter einige europäische Länder, aber auch die USA und Japan."

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