Untreue Ex-GWG-Mitarbeiterin angeklagt

Reutlingen / swp 02.05.2018

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat jetzt beim Amtsgericht Anklage gegen eine 32-jährige ehemalige Angestellte der GWG-Wohnungsbaugesellschaft Reutlingen GmbH wegen gewerbsmäßiger Untreue und Urkundenfälschung erhoben.

Nach bisherigen Erkenntnissen war die Angeschuldigte als kaufmännische Angestellte unter anderem für den Zahlungsverkehr bei der Verwaltung von Wohnungseigentümergesellschaften zuständig. Dabei soll sie von Januar 2013 bis Februar 2016 Bargeld in Höhe von insgesamt rund 70 000 Euro aus der Kasse der GWG entnommen und dieses für sich behalten haben, um sich hierdurch eine fortlaufende Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang zu verschaffen.

Um ihr Vorgehen zu verdecken, soll sie mittels gefälschter Belege eine Auszahlung für vermeintliche Arbeitsleistungen an Hausmeister vorgetäuscht und die fingierten Vorgänge intern verbucht haben.

Die Angeschuldigte machte im Ermittlungsverfahren keine Angaben. Einzelheiten hierzu bleiben der Aufklärung in der Hauptverhandlung vorbehalten.

In rechtlicher Hinsicht wertet die Staatsanwaltschaft die Taten als gewerbsmäßige Untreue und Urkundenfälschung, wobei das Strafgesetzbuch als Strafrahmen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorsieht.

Das Ermittlungsverfahren gegen einen weiteren beschuldigten, ehemaligen GWG-Mitarbeiter wurde eingestellt, da dem 50-Jährigen eine Beteiligung nicht nachzuweisen war.

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