Das junge Mädchen kollidierte an einem Schlittenhang, im Bereich des Skilift Salach in Holzelfingen, beim Schlittenfahren mit einem Strommasten. Nachdem der Rettungsdienst vor Ort angekommen war stellte sich heraus, dass die Mittel des Rettungswagens nicht ausreichend gewesen waren, um die Patientin aus dem unwegsamen Gelände zu retten. Daraufhin wurde die Bergwacht Pfullingen zur Unterstützung alarmiert. Nach notärztlicher Versorgung transportierten die Bergretter das am Bein verletzte Kind mit dem Akja zum Rettungswagen. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte der Bergwacht Pfullingen im Einsatz.

Vier Einsätze am Sonntag

Die Bergwacht Pfullingen hatte bereits in den vergangenen Tagen ein erhöhtes Einsatzaufkommen zu bewältigen. Gleich vier Alarmierungen gab es für die ehrenamtlichen Bergretter am Sonntag. Zunächst verletzte sich ein Schlittenfahrer gegen 10.15 Uhr am Skilift in Genkingen. Zusammen mit den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Genkingen konnte der Mann nach einer notärztlichen Erstversorgung mit dem geländegängigen Schneemobil der Bergwacht zum Rettungsdienst gebracht werden.
Gegen 13.45 Uhr erfolgte die nächste Alarmierung für die Bergwacht Pfullingen. Eine ebenfalls beim Rodeln verunglückte Person konnte im Bereich Wimsen/Huldstetten vom Rettungsdienst gut erreicht und versorgt werden, sodass die alarmierten Kräfte der Bergwachten aus Pfullingen und Bad Urach die Anfahrt zur Einsatzstelle abbrechen konnten. Ein gestürzter Wanderer sorgte dann um 16 Uhr für den nächsten Einsatz der Bergwacht Pfullingen. Der Mann war im Bereich Kalkofen bei Unterhausen an einem Hang gestürzt und wurde dabei so schwer verletzt, dass er vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht werden musste. Zuvor hatten die Bergretter den Verunglückten zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Unterhausen aus dem Hang befreit.
Nur eine Dreiviertelstunde später war die Bergwacht erneut gefordert: An der Reutlinger Achalm verletzte sich eine Wanderin am Fuß, sodass es ihr nicht möglich war, fußläufig aus dem Hang zu gelangen. „In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Reutlingen konnte auch diese Patientin erfolgreich aus ihrer misslichen Lage gebracht werden“, heißt es im Einsatzbericht der Bergwacht. Die Frau wurde anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. In ihrer Pressemeldung bedanken sich die Bergretter bei den anderen beteiligten Hilfsorganisationen und geben den Winterbegeisterten einen Rat mit auf den Weg: „Gebt Acht und unterschätzt die Gefahren nicht.“
In den Sozialen Medien werden die Wintersportunfälle und die Einsätze der Rettungskräfte teils kontrovers diskutiert – gerade auch vor dem Hintergrund des Corona-Lockdowns. Die Bergwacht appelliert dabei an die Vernunft der Internetnutzer: „Wir freuen uns über Kommentare, die unsere oft nicht einfachen Einsätze respektvoll und anerkennend würdigen oder auch ihre Anteilnahme mit den Opfern ausdrücken. Was wir allerdings nicht mögen, sind Kommentare, die mit unseren Einsätzen nichts beziehungsweise nichts mehr zu tun haben und sich shitstormartig und in teilweise beleidigender Form hier ausbreiten. Dafür haben wir kein Verständnis und dies wollen wir auch nicht tolerieren.“