Regionalstadtbahn Entscheidende Hürde genommen

Region / swp 14.07.2017

In vier Jahren soll sie endlich fahren – die Regionalstadtbahn Neckar-Alb. Jetzt hat der federführende Landkreis Reutlingen die Fördermittel beantragt.

„Ich bin optimistisch, dass wir jetzt auch die Fördermittel vom Bund bekommen“, sagte ein sichtlich zufriedener Landrat Thomas Reumann dem SWR. Und die sind auch dringend nötig, weil sie mit etwa 60 Prozent den Löwenanteil der Bau- und Planungskosten von 115 Millionen Euro ausmachen. Alle notwendigen Unterlagen habe man beim Stuttgarter Verkehrsministerium eingereicht, unterstrich Reumann. Die Prüfung laufe. Das Land hatte seine 20 prozentige Förderung bereits zugesagt.

Noch fehlt allerdings die Genehmigung für die Neckartalbahn mit den Haltestellen in Tübingen und Reutlingen. Das spiele aber derzeit keine Rolle. Sie soll spätestens im Herbst vorliegen. Die Planfeststellungsbeschlüsse des Tübinger Regierungspräsidiums für die Ammer- und Ermstalbahn liegen vor. Die Strecken sollen elektrifiziert werden.

Wenn auch der Bund grünes Licht gibt, kann mit dem Ausbau der Regionalstadtbahn Ende 2018 begonnen werden. Geplant ist ein Halbstundentakt. Betriebskonzept und Wirtschaftlichkeit haben ihre Checks bestanden. Wegen der strittigen Finanzierung war lange unklar, ob die Regionalstadtbahn überhaupt aufs Gleis kommt.

Seit fast 20 Jahren kämpft ein Verein um die Realisierung des Schienenprojekts.

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