Reutlingen Eiskalt studieren

SWP 09.03.2012
Malaysische Stipendiaten sind derzeit zu Gast auf dem Hohbuch Campus. Sie lernen hier außer der Kultur auch die Temperaturen kennen.

Insgesamt 13 500 Kilometer trennen den asiatischen Staat Malaysia von der schwäbischen Großstadt Reutlingen. 14 junge Leute haben diesen weiten Weg auf sich genommen, um an der Hochschule Reutlingen die Vorbereitungen für ein Studium in Baden-Württemberg zu treffen, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule. Dabei lernen sie nicht nur die Kultur, sondern auch die Temperaturen hierzulande etwas näher kennen.

Auf die Frage, was ihm in Reutlingen am besten gefalle, antwortet Chong Ban Thong aus Malaysia, dass er die Freizeitmöglichkeiten hier sehr schätzt. "Obwohl Reutlingen nicht groß ist, gibt es alles, was ich brauche: Sportmöglichkeiten und ein riesiges Einkaufsparadies in Metzingen!"

Der 21-Jährige gehört zu einer Gruppe ausgewählter Malaysier, die seit einigen Tagen als Stipendiaten Zwischenstopp in Reutlingen machen, um letzte Vorbereitungen für ihr Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg zu treffen. Neben Ausflügen in die Umgebung stehen vor allem die deutsche Sprache und Kultur auf dem Programm.

Chong lernt seit über zwei Jahren Deutsch und möchte nun ein Maschinenbau-Studium beginnen. Genau wie fünf weitere Malaysier bleibt er an der Hochschule Reutlingen. "Ich denke, dass die Ausbildung hier zu den Besten des Landes gehört. Später würde ich mich gern auf den Schiffbau spezialisieren", sagt Chong. An eines muss er sich jedoch noch gewöhnen: Zu seinem Heimatland herrscht ein Temperaturunterschied von fast 30 Grad. "Hier ist es wirklich eiskalt!", lacht der Malaysier.

Seit 1997 ermöglicht ein Abkommen zwischen dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg und Malaysia die Ausbildung der malaysischen Studierenden. An drei Hochschulen in Baden-Württemberg werden sechs Wochen lang so genannte technische Propädeutika zur Vorbereitung durchgeführt. Die außerfachliche Betreuung der Malaysier übernimmt die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).