Feuerwehrgerätehaus Eine Zukunft am alten Standort

Eningen / gboe 22.03.2018

Das Feuerwehrgerätehaus war erneut Thema im Eninger Gemeinderat. Die Kameraden der Feuerwehr waren sehr zahlreich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung erschienen. Bereits in der Sitzung vom 1. Februar war der Grundsatzbeschluss für die Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses am jetzigen Standort „In der Raite“ gefasst worden. Dies jedoch unter dem Vorbehalt weiterer Erhebungen über das Kriterium der „Eintreffzeit“. Laut Feuerwehrgesetz soll die Einsatzgruppe spätestens zehn Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein. Nachträglich geprüft wurde, ob dies auch am angedachten Standort „Bauhof“ möglich sei.

Akribische Untersuchung

Ortsbaumeister Rainer Klett trug dazu die akribischen Untersuchungen von Kreisbrandmeister Wolfram Auch vor. Der Experte kam zu dem Schluss, dass die Hilfszeiten von zehn Minuten am Standort Bauhof tagsüber eingehalten werden könnten, nachts jedoch um 2,5 Minuten überschritten würden. Von daher scheide der Standort Bauhof aus. Dennoch standen nach wie vor die Vorteile der Gestaltungsfreiheit bei einem Neubau am Bauhof im Raum.

„Gehen wir das Risiko der knapp drei Minuten ein oder nicht?“, fragte Bürgermeister Alexander Schweizer. „Ich bin die Diskussion leid“, sagte Annegret Romer. „Wir haben eine eindeutige Aussage, schließen wir es ab.“

Einstimmig wurde der jetzige Standort für die Sanierung und Erweiterung beschlossen. Eckhard Hennenlotter zog seinen Zusatzantrag von einer Kostenobergrenze von 4,125 Millionen zurück.

Gerüchte über die Deponie

Einstimmig beschlossen wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung auch der Entwurf des Bebauungsplans und die örtlichen Bauvorschriften. Im Zusammenhang damit forderte Günter Neuhäuser, im Sinn der Ökologie Ausgleichsflächen zu ermitteln.

Wie Annegret Romer mitteile, gebe es in der Bevölkerung Beunruhigung und Gerüchte über die Erddeponie Eichberg, auf der angeblich Giftmüll abgeladen werde. Mit der Aussage von Bürgermeister Schweizer, Anlieferungen würden nach Menge und Beschaffenheit kontrolliert, gab sich der Rat nicht zufrieden. Alexander Schweizer versprach, in der Angelegenheit weiter zu recherchieren.