Event Eine Stadt in Bewegung

Reutlingen / Von Gabriele Böhm 15.04.2018

Das Wetter spielte mit, und Tausende von Besuchern strömten am Sonntagnachmittag in die Innenstadt. Bis 16.30 Uhr hatten die Organisatoren vom Reutlinger Stadtmarketing (StaRT) 25 000 Gäste gezählt. „Wir werden die 30 000 mit Sicherheit  knacken“, gab sich StaRT-Geschäftsführerin Tanja Ulmer zuversichtlich.

Unter dem Motto „Fit in den Frühling“ bot die Innenstadt viele Möglichkeiten, Sportangebote kennen zu lernen oder sogar selbst aktiv zu werden. Ein farbenprächtiges Bild gaben die Kajaks ab, die vom Echazufer aus zu Wasser gelassen wurden. Der CVJM, dessen Kajakgruppe rund 70 Leute umfasst, wies mit der Aktion auf seine jährlichen Kurse hin. Ebenfalls sportlichen Spaß schon für die Jüngsten bot im Bürgerpark der SAV Eningen mit einer mobilen Discgolf-Anlage.

In Osteuropa sehr bekannt, in Deutschland eher noch ein Novum ist das Wurfspiel Gorodki, das seit fünf Jahren von der SG Reutlingen angeboten wird. Mit Plastikstangen müssen 16 unterschiedliche Figuren aus Klötzen aus einem gelben Quadrat, der „Stadt“, gefegt werden. „Es gab schon eine Weltmeisterschaft in Karlsruhe“, erklärte Alexander Fischer. Gorodki ist Teil des Programm „Integration durch Sport“ des Landessportverbands. Nebenan bot Street-Sport Neckar Alb einen Dribbelkurs für künftige Weltklasse-Fußballer an.

In der Galerie Müller kamen Kinder auf ihre Kosten. Sie konnten mit dem bunten Kiddy-Train fahren oder sich Glitzer-Tattoos schminken lassen. Am Albtorplatz hatte das Sportzentrum peb 2 einen Stand aufgebaut. Kleine und große Kletterer konnten sich hier am Kletterfelsen oder an der Kletterwand an der Nikolaikirche versuchen. „Mega viel Spaß“ versprach Rüdiger Künstle von „Quadventures and more“, der Quadtouren auf der Schwäbischen Alb anbietet.

Hauptanziehungspunkt war der Marktplatz mit Musik und Showbühne. Beim 1. RMC Reutlingen, der Motocross, Fahren mit Mountainbikes und Radball im Angebot hat, ließen sich viele auf einem coolen Motocross-Motorrad fotografieren. Mit den Bildern, auf Facebook hochgeladen, konnte man noch etwas gewinnen. Glücksräder und Lostrommeln drehten sich am Sonntag überall. Unter dem Motto „Jetzt gilt’s“ warb Sabine Külschbach für die Online-Befragung der Bürger über ihre Stadt.

Reisebüros weckten Sehnsüchte auf den nächsten Urlaub, der auch mal per pedes oder auf dem Rad verbracht werden kann.

Der TSV Betzingen hatte Spielstationen für Kinder aufgebaut, die darin Schnelligkeit und Geschicklichkeit beweisen konnten. Für Bewunderung sorgten auch die jungen Spieler des Tennis Clubs Markwasen, der auf dem Marktplatz ein Netz aufgespannt hatte. Die Dancing Shoes Reutlingen traten in Cheerleader-Outfits auf und begeisterten die Zuschauer mit artistischen Pyramiden.

Dicht umlagert war die Showbühne, auf der unter anderem die Tänzerinnen von dance + music und von Top Sports Hip Hop und Zumba zeigten. Die Fitness Clubs Top Sports, Hauptsponsor der Veranstaltung, hatten zudem ein Infozelt aufgebaut und unterstützten Joh-AK bei seinem Weltrekordversuch der Liegestützen auf drei Medizinbällen. Bewundert werden konnte auch die Show „Dance4Fans“ der Sportschule ADTV.

In einer entspannten Atmosphäre nutzten viele auch die Gelegenheit, in den bis 18 Uhr geöffneten Geschäften zu bummeln und sich über die aktuelle Frühjahrsmode zu informieren. Viele gewährten Rabatte oder hatten Sonderaktionen. Ein Oldtimer-Bus mit Haltestelle an der Stadthalle diente als Shuttle, um zum Industriegebiet Mark West zu gelangen, wo die Läden ebenfalls geöffnet waren.

„Ich glaube, unsere Idee, erstmals die Vereine miteinzubinden, hat eingeschlagen“, sagte Christian Wittel. Die Einzelhändler, mit denen der RT-aktiv-Vorsitzende gesprochen hat, seien mit der Besucherfrequenz ebenfalls zufrieden gewesen. „Das war ein guter Re-Start. Mit dem Konzept können wir weitermachen.“

Händler mit neuem Standort zufrieden

Die Händler des Toskanischen Marktes seien, berichtete StaRT-Geschäftsführerin Tanja Ulmer gestern Nachmittag, mit dem neuen Standort an der Marienkirche sehr zufrieden. „Ein toller Platz – da wollen wir immer hin“, hätten die Pistoiesen erklärt.

Der neue Standort hat gegenüber dem Spitalhof den großen Vorteil, dass dort in Zukunft mehr als 14 Marktbetreiber ihre Produkte anbieten können. rab

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