Oferdingen Eine Aufwertung der Ortsmitte

Die Bauleute brachten einen Spruch aus. Die beiden Architekten Matthias Lauer und Markus Haus, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz und Klaus Kessler, technischer Geschäftsführer der GWG (von links), erlebten das Richtfest von höchster Stelle aus.
Die Bauleute brachten einen Spruch aus. Die beiden Architekten Matthias Lauer und Markus Haus, Baubürgermeisterin Ulrike Hotz und Klaus Kessler, technischer Geschäftsführer der GWG (von links), erlebten das Richtfest von höchster Stelle aus. © Foto: Gabriele Böhm
Von Gabriele Böhm 18.08.2018

Ich freue mich, dass wir in der Oferdinger Ortskernsanierung dank der GWG ein gutes Stück vorangekommen sind“, sagte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz am Donnerstagnachmittag. In der Brunnengasse wurde gleich für zwei neue Mehrfamilienhäuser Richtfest gefeiert.

„Für Oferdingen ist es sehr positiv“, sagte auch Bezirksbürgermeister Fritz Beck. „Die beiden Gebäude, die vorher hier gestanden haben, stammten aus einer Zeit, als die meisten in der Landwirtschaft tätig waren und waren stark baufällig.“ Zum Wohnhaus Brunnengasse 11 hätten noch Stall und Scheune gehört. Die Sanierung wäre weitaus teurer gekommen als der Abbruch. „Wir haben die letzte Bewohnerin gebeten, aus Sicherheitsgründen auszuziehen.“ Die Brunnengasse 17 hatte nach der landwirtschaftlichen Zeit verschiedene Nutzungen, unter anderem als Feuerwehrmagazin. „Wir freuen uns, dass zwei neue Wohnhäuser entstanden sind, die sich ins Ortsbild einfügen und trotzdem modern und technisch auf dem neusten Stand sind“, so Beck.

Wie GWG-Geschäftsführer Klaus Kessler erläuterte, entstanden in zwei Gebäuden 16 Wohneinheiten, in der Regel Zwei-Zimmer-Apartments, in einer Größe von 45 bis 65 Quadratmetern mit Terrasse oder Balkon. 20 Stellplätze stünden zur Verfügung. „Wichtig war uns, dass alle Einheiten barrierefrei zugänglich sind. Zwölf Wohnungen sind auch im Innern barrierefrei. Senioren sollen hier bequem leben können.“ Bereits jetzt werde mit entsprechenden Dienstleistern verhandelt. Beheizt wird mit einer Pellet-Anlage. Zwischen den Häusern liegt ein Hofplatz mit einem historischen Backhaus als Mittelpunkt. „Wir werden auch das denkmalgeschützte Gebäude sanieren“, sagte Kessler. Sein Dank galt dem Büro „Architekten dhs“ sowie den beteiligten Firmen. „Wir sind vier Wochen früher fertig geworden als geplant.“ Ende April 2019 sollen die Häuser bezugsfertig sein.

„Wir stammen beide aus Oferdingen“, sagten Markus Haug und Matthias Lauer vom Architekturbüro. „Insofern lag uns das Projekt, die Ortsmitte aufzuwerten, ganz besonders am Herzen.“ Auch der Zimmermann, der insgesamt viermal das Glas auf die GWG, die Stadt Reutlingen, die Architekten und Bauleute sowie auf die späteren Bewohner und die Nachbarn hob, die geduldig den Lärm und Staub ertragen hätten, sprach in seinen Versen die derzeitige Wohnungsnot an, gegen die energisch und mit Bedacht vorgegangen werden müsse.

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