Pfullingen / Von Gabriele Böhm

Bei der Jahreshauptversammlung des VfL Pfullingen, die am Freitagabend im voll besetzen Saal der Höhengaststätte Jahnhaus stattfand, erlebten sich die Sportler als Gäste des „aktuellen Sportstudios“. Wie in der echten Show gab es Moderationen, Videos, Live-Interviews und natürlich den gewohnten Jingle. Schnell wurde deutlich: Der VfL hat allen Grund zur Freude. Unter anderem hat er schon Ende 2018 die 4000-Mitglieder-Marke überschritten.

Das erste Lob gab es von Bürgermeister Michael Schrenk. „Die Professionalität, mit der der VfL jetzt aufgestellt ist, erleichtert die Zusammenarbeit enorm. Ich danke Geschäftsführer Tobias Stoll für die schnelle, unbürokratische Kooperation.“ Weiter dankte Schrenk den Funktionären, Trainern und Übungsleitern, die den hochwertigen Sport in der Stadt ermöglichten. „Visionen hat der VfL noch genug“, meinte er abschließend.

Den Dank für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung konnte der Erste Vorsitzende Sven Schauenburg gleich an den Bürgermeister und seine Mitarbeiter zurückgeben: „Ohne Sie ginge gar nichts.“ Seine Anerkennung zollte er auch dem Jahnhaus-Pächterehepaar Speidel, dessen Vertrag man gerade bis 2022 verlängert habe. Viele weitere Vereinsmitglieder hatten sich in unterschiedlichen Funktionen verdient gemacht, wurden nach vorne gebeten und bekamen großen Beifall.

„Doch ohne Sven, der vorausmarschiert ist, wäre das alles gar nicht möglich gewesen“, sagte der stellvertretende VfL-Vorsitzende Hans-Georg Finkbohner. Er wurde als „Vorstand Organisation“ einstimmig wiedergewählt. Auch Bettina Haas und Hans-Peter Lange wurden in ihren Ämtern als „Vorstand Finanzen“ und „Vorstand Recht“ bestätigt. Werner Kalla und Friedrich Engel behielten als Kassenprüfer ebenfalls ihre Funktionen.

Der Bericht des Vorstands, der in Form von Bildern mit rasanter Musik auf der Leinwand zu sehen war, erinnerte an viele Highlights 2018 wie den Skiroller-Citysprint, das Sommerskispringen am Wasen, das Trainingslager der Young Eagles in Norwegen oder den Sensationssieg der Handballer über die Eulen Ludwigshafen. Deutlich wurde auch die sehr erfolgreiche Nachwuchsförderung in den einzelnen Sparten. Besondere Freude herrschte über die Aufnahme des Tischfußball-Clubs Ende März 2019. „Dadurch haben wir zwei Oberligamannschaften bekommen“, sagte Schauenburg. Wie Tobias Stoll berichtete, seien auch der neue Webshop und die App echte Highlights.

Das Traumziel der 4000 Mitglieder wurde nach Jahren stetigen Anstiegs schon Ende 2018 um elf überschritten. „Aber das ist noch nicht das Ende, wir wollen natürlich weiter wachsen“, so der Vorsitzende. Eine Aufgabe, der sich nicht nur der VfL stellen müsse, sei das Präventions- und Schutzkonzept gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, sagte Finkbohner. „Dazu gehören unter anderem Sensibilisierung, ein Interventions-Leitfaden, ein erweitertes Führungszeugnis sowie eine Schutzbeauftragte.“ Der Verein hat dazu die Lehrerin Bettina Hennig ernannt und zur Unterstützung den Gewaltpräventionspädagogen Marc Louia vom Projekt N.E.I.N engagiert.

Da der Verein laut Kassenbericht von Bettina Haas in den letzten Jahren größere Investitionen getätigt habe und auch zum Inflationsausgleich werden die jährlichen Mitgliedsbeiträge ab 2020 um fünf Euro erhöht.

Erfreuliches hatte peb2-Geschäftsführer Benjamin Baur zu vermelden. Die Mitgliederanzahl habe sich in elf Monaten von 339 auf aktuell 821 erhöht. Der Rehasport wuchs von 130 auf 378 Teilnehmer, die Anzahl der kooperierenden Firmen von einer auf jetzt 22. „Die Mitarbeiter können bei uns trainieren, aber wir machen auch Angebote am Arbeitsplatz“, so Baur. Sehr positiv hätten sich die peb-App, die online-Buchung von Kursen und Kinderbetreuung und das monatliche City-Workout in Reutlingen ausgewirkt. „Benjamin Baur hat unsere Ziele übertroffen und ist mit vollem Herzen dabei“ lobte Finkbohner. Für die „erstaunlich große Steigerung“ bekam das peb2 mit Baur an der Spitze die Auszeichnung „Unternehmer des Jahres 2018/2019“ in der Region Reutlingen. Nach den Ehrungen gab Schauenburg einen Ausblick auf die Vereinsaktivitäten für 2019.