Pliezhausen Ein Spezialist für Funkenerosionstechnik

Pliezhausen / JAN ZAWADIL 05.10.2012
Die Funkenerosionstechnik ermöglicht es, Metalle präzise zu bearbeiten. Spezialist auf diesem Gebiet ist die Günter Krohmer GmbH, die seit 25 Jahren mit den unterschiedlichsten Branchen kooperiert.

Es sind kleinste Komponenten, die mithilfe der Funkenerosionstechnik hergestellt und in modernsten Bauteilen für die Automobil- oder Medizinbranche sowie für die Gewinnung alternativer Energien eingesetzt werden. Experte auf diesem Gebiet ist die Günter Krohmer GmbH in Pliezhausen, die auf 25 Jahre Erfahrung bauen kann und nicht nur mit der Funkenerosionstechnik eine Nische besetzt, sondern auch im Bereich der mechanischen Bearbeitung von Metallen erfolgreich ist.

Was das spezielle und in der Region nur selten vertretene Fertigungsverfahren ausmacht, erklärt Gründer und Geschäftsführer Günter Krohmer. Denn: "Es ist ein berührungsloses Bearbeitungsverfahren." Dementsprechend würden keine Belastungen auf das Material einwirken und Verformungen vermieden. Darüber hinaus könne das Verfahren für Bauteile von der Größe eines Stecknadelkopfs bis hin zu tonnenschweren Werkstücken eingesetzt werden.

Unterstützt von einem modernen Maschinenpark fertigt das Unternehmen mit seinen zehn Beschäftigten in klimatisierten Räumen. Gelte es doch, so Krohmer, möglichen Temperaturschwankungen zu begegnen und ein konstantes Fertigungsklima zu schaffen. Angesichts der Spezialisierung arbeitet die Krohmer GmbH dennoch nicht nur mit den namhaften Automobilunternehmern oder -zulieferern zusammen und entwickelt in Kooperation mit deren Entwicklungsabteilungen immer wieder Prototypen für verschiedene Komponenten. Auch die wachsende Medizinbranche spielt eine immer größere Rolle in dem Pliezhäuser Betrieb.

"Instrumente für die Implantatverschraubung", erklärt Günter Krohmer, würden auf diese Art und Weise gefertigt. Doch auch Teile für den Bereich Brennstoffzellen würden entstehen. Rund 20 Prozent der Produktion gehen ins Ausland.

Weil der Spezialist für Funkenerosionstechnik eine Nische besetzt, wirkte sich die Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 übrigens nur marginal auf das seit 1998 in der Carl-Zeiss-Straße ansässige, ursprünglich in Schlaitdorf gegründete Unternehmen aus. Die Auftragslage sowie die Einschätzungen für die Zukunft machen jetzt aber einen Anbau notwendig. Bis in einem Jahr soll deshalb ein weiteres Gebäude entstehen. Auf 650 Quadratmetern wird dann weiterer Platz für Fertigung, Verwaltung und Lager zur Verfügung stehen und damit die Fläche des Pliezhäuser Unternehmens verdoppeln.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel