Pfullingen Ein Fundament mitten im Fluss

Das Fundament fürs neue Wehr ist gelegt: Dieter Sommer entsteigt der Echaz.
Das Fundament fürs neue Wehr ist gelegt: Dieter Sommer entsteigt der Echaz. © Foto: Evelyn Rupprecht
Von Evelyn Rupprecht 23.08.2018

Seit gut drei Wochen machen sich Dieter Sommer und seine Kollegen an der Echaz zu schaffen. Ein beneidenswerter Job angesichts der hundstäglichen Hitze, sollte man meinen. Doch der Abkühlungsfaktor am Fluss tendiert derzeit gegen Null, weil kaum Wasser in der Echaz fließt. Nicht nur die allgemeine Trockenheit beschert ihr den Niedrigstand, sondern vor allem auch die Tatsache, dass sie bereits ab dem Wehr an der Urfall zu großen Teilen umgeleitet wird – eben damit Sommer und seine Mitstreiter ihre Arbeiten im Flussbett auf Höhe der Flad’schen Mühle erledigen können.

„Die letzten beiden Hochwasser haben die Wehranlage komplett zerstört“, erklärt der Zimmermann, der sich auf Gewässerbau spezialisiert hat mit Blick auf die Jahre 2013 und 2016. Ein neues Fundament haben die Fachleute schon gelegt, jetzt kommt noch der restliche Überbau der Wehranlage, deren Sanierung Teil des Integrierten Hochwasserschutzkonzeptes der Stadt Pfullingen ist, wie Öffentlichkeitsarbeiterin Cornelia Gekeler berichtet. Die Ablaufrinne am Friedrich-Schiller-Gymnasium und die Befestigung des Flusslaufes gehören genauso zu dem Konzept, wie die Erneuerung der Anlage an der Hohe Straße, für die es noch keine detaillierte Kostenaufstellung gibt. Das neue Wehr wird es derweil auch der Flad’schen Mühle ermöglichen, über eine Abzweigung wieder an Wasser zu kommen. Für Dieter Sommer ist es damit indes nicht getan. „Die Stadt hat die Firma auch mit den Bachsanierungsarbeiten beauftragt“, sagt Cornelia Gekeler. Weshalb der Pfullinger Zimmermann seit fast einem Monat mit einem Minibagger im Fluss unterwegs ist und ihn von Gestrüpp, Dreck und Schlamm befreit.

Wann genau all die Arbeiten erledigt sein werden, ist eine Frage des Wetters. Deshalb auch kann die städtische Pressesprecherin noch nicht sagen, wann das komplette Wasser an der Urfall wieder eingeleitet wird und der Niedrig-Pegel, der vielen Pfullingern schon längst aufgefallen ist, ein Ende hat. Die Trockenheit der vergangenen Wochen jedenfalls hat dem Verlauf der Arbeiten gut getan. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter nicht so schnell umschlägt und dass kein neues Hochwasser die Stadt heimsucht.

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