Pfullingen Ein Festakt allein reicht nicht

Schulische Heimat im neuen Gewand: Die Wilhelm-Hauff-Realschule, die heuer 50 Jahre alt wird, hat sich vor allem optisch stark verändert.
Schulische Heimat im neuen Gewand: Die Wilhelm-Hauff-Realschule, die heuer 50 Jahre alt wird, hat sich vor allem optisch stark verändert. © Foto: Evelyn Rupprecht
Von Evelyn Rupprecht 12.01.2019

Die Wilhelm-Hauff-Realschule wird heuer ein halbes Jahrhundert alt, was nicht nur mit einem Festakt, sondern gleich mit einer ganzen Veranstaltungsreihe gefeiert werden soll. „Wir machen eben einfach immer ein bisschen mehr als andere. Das ist typisch für uns“, sagt Rektor Jochen Wandel nicht ohne Stolz mit Blick auf das Programm, das Lehrer, Schüler und der „Verein der Freunde“ gemeinsam auf die Beine stellen.

Start der Jubiläums-Feierlichkeiten ist schon im kommenden Monat. Am Freitag, 22. Februar, ist ab 16 Uhr der Neujahrsempfang, der mit „Tradition trifft Gegenwart“ überschrieben ist und bis in die Abendstunden hinein dauern soll. „Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erinnerung an frühere WHR-Tage und dem Kennenlernen der heutigen WHR“, heißt es in der Programm-Broschüre.

Carina Wester, die im „Verein der Freunde“ aktiv ist, hofft, dass zu dem Empfang „ganz, ganz viele Ehemalige und vielleicht sogar ganze Jahrgänge kommen“. Schließlich seien viele der früheren Schüler noch heute gut vernetzt. Die Ehemaligen, zu denen auch Wester selbst gehört, sollen – genauso wie alle anderen Besucher – am 22. Februar die Chance bekommen, sich durch das vor kurzem neu gestaltete Schulhaus und dessen Anbauten führen zu lassen. Zu sehen sein wird an dem Tag aber auch eine Ausstellung mit Erinnerungsstücken und Fotos. Eine Dialogrunde mit ehemaligen Lehrern über gemeinsame Erlebnisse und verschiedene Vorführungen in der Aula stehen ebenfalls auf dem Programm. „All das soll im fließenden Wechsel stattfinden und wir haben gleich vier Klassen aufs Catering angesetzt“, erklärt der Schulleiter und betont,  dass nicht nur am 22. Februar, sondern das gesamte erste Halbjahr über auf verschiedenste Weisen gefeiert werden soll. Denn: „Wir wollen so zeigen, wie vielfältig unsere Schule ist.“

Tatsächlich bringen sich bei der Veranstaltungsreihe praktisch alle ein, die auch nur irgendwie mit der Realschule zu tun haben. Nicht nur aktuelle und frühere Schüler sowie Eltern, sondern auch die Lehrer sind mit von der Partie. Letztere werden am 28. März einen Benefiz-Abend gestalten. Für „Bühne frei für Musik, Tanz und Lyrik“ übt das Kollegium schon jetzt.

Der eigentliche Festakt zum Jubiläum ist am 6. Juni in den Pfullinger Hallen. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Thorsten Bohl, Grußworte und künstlerische Beiträge sind ebenfalls vorgesehen. Den Schlusspunkt der Feierlichkeiten setzen dann wieder die Schüler selbst mit drei Projekttagen, die am 24. Juli in ein Schulfest münden.

Es gibt also in den nächsten Monaten genügend Gelegenheiten für die 920 Schüler und 80 Lehrer, aber auch für alle Ehemaligen, zusammenzukommen und den 50. WHR-Geburtstag zu feiern. „Dieses Jubiläums-Programm gibt uns aber auch die Chance, zu zeigen, dass wir eine schulische Heimat bieten“, erklärt Wandel. Dass die Realschule tatsächlich eine Art Heimat für ihre Schüler ist, lässt sich vielleicht am Beispiel von Leoni Deuter am Besten belegen.

Die Ehemalige, deren Großeltern hier schon als Hausmeister gearbeitet haben, ist gerade erst an die Realschule zurückgekehrt, um ihren Bundesfreiwilligendienst zu leisten – und sie kann sich sogar vorstellen, nach ihrem Studium an der WHR zu unterrichten.

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