Reutlingen Dokumente und Fotos

Reutlingen / PAN 08.04.2015

Die Hingucker bei der Ausstellung in der Stadtbibliothek im Zwischengeschoss vor dem Studienkabinett sind ein farbenprächtiges Teegeschirr und traditionelle Kleidung und Accessoires aus Duschanbe. Aber nicht nur die seit 25 Jahren währende Partnerschaft mit der tadischikischen Hauptstadt wird in der Schau dokumentiert. Ebenso lange ist Reutlingen auch mit dem ungarischen Szolnok verbandelt, und ein Vierteljahrhundert pflegt die Achalmstadt auch freundschaftliche Beziehungen zu der Stadt Pirna in Sachsen.

Die kleine, überschaubare Ausstellung gibt anhand von Dokumenten und Fotos Einblicke in die Entstehung der Städtepartnerschaften sowie deren Entwicklung und informiert allgemein über Kultur, Tourismus und Wirtschaft in den mit Reutlingen verbundenen Städten.

Unter anderem erfährt der geneigte Betrachter auch etwas über die segensreiche und ergiebige Spendenaktion für Kinder in Duschanbe, die von der früheren SPD-Stadträtin Suse Gnant ins Leben gerufen und die in den Schulen der 720 000-Einwohner-Stadt überaus dankbar angenommen wurde.

Was Szolnok angeht, gibt es nicht nur ein Foto von der berühmten Gulaschkanone, die die Reutlinger Delegation bei ihren Besuchen stets anrühren darf. Der Geschichtsbewusste weiß nach dem Besuch der Ausstellung, warum die ungarische Fahne so aussieht, wie sie ist. Rot steht für das vergossene Blut in den zahlreichen magyarischen Freiheitskämpfen, Weiß für die Reinheit und Sauberkeit, und Grün symbolisiert schließlich die Revolution im 19. Jahrhundert. Die Ausstellung ist noch bis 13. Mai zu sehen.