Einsatzkräfte der DLRG nutzten die winterlichen Bedingungen am Valentinssonntag für einen Übungseinsatz mit Eisrettung am Breitenbachsee in Reutlingen.
Hierbei zeigte sich, trotz anhaltenden Minustemperaturen in den letzten Tagen, dass die Eisschicht noch nicht ausreichend tragfähig ist. Während der Übung brachen die Einsatzkräfte in Schutzkleidung immer wieder ins Eis ein. Ausflügler nutzten die Gelegenheit und informierten sich bei den Einsatzkräften vor Ort über die Eisdicke, und das Betreten der Eisfläche.

Eisschicht nicht tragfähig

„Die Eisschicht der Reutlinger Seen ist noch nicht tragfähig, erst ab 15 Zentimetern und nur wenn es die Behörden freigeben, sollte man das Eis betreten. Die Menschen begeben sich sonst in Lebensgefahr“, so die klare Warnung von Konrad Steibli, ausgebildeter Strömungsretter der DLRG.
Trotz vieler Warnungen der Einsatzkräfte, vor dem Betreten der nicht tragfähigen Eisfläche und Hinweisen auf die Gefahren, tummelten sich auf den Reutlinger Seen mehrere Personen. Unverständnis für so viel Unvernunft macht sich in den Gesichtern der Einsatzkräfte vor Ort breit.

Polizei räumt Eisflächen

Laut Polizei Reutlingen musste die Eisflächen des Sees am Nachmittag durch Polizeibeamte geräumt werden, da sich über 80 Personen auf der Eisflächen aufhielten und an den Rändern das Eis bereits brach.

Ausdrückliche Warnung von DLRG und der Stadt

„In den nächsten Tagen klettert das Thermometer wieder in den Plusgrade-Bereich. Die dünnen Eisschichten fangen weiter an zu tauen. Die DLRG warnt nochmals ausdrücklich davor die Eisflächen in der Region zu betreten, es besteht Lebensgefahr“, so Konrad Steibli weiter.
Auch die Stadt Reutlingen warnt auf ihrer Internetseite vor dem Betreten der Eisflächen.
„Trotz nächtlichen Minusgraden sind die Eisflächen auf den Reutlinger Seen zu dünn und nicht tragfähig - es droht Einbruch. Besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten“, heißt es auf www.reutlingen.de.