Unruhig wird’s in den nächsten Monaten auf dem Pfullinger Marktplatz zugehen – und das aus gleich mehreren Gründen. Denn zum einen beginnt die Sanierung der Martinskirche, zum anderen geht die Ausbesserung der Tiefgarage dort in die zweite Runde.

Mitte März starten die Abdichtungsarbeiten an dem Dach des Parkgebäudes, die wohl bis Mai dauern werden. Betroffen davon ist vor allem der Bereich zwischen der Martinskirche und dem Paul-Gerhardt-Haus. Die Baustelle kommt also genau dorthin, wo jetzt noch die Figurengruppe „Disput“ steht. Deshalb muss die Bronzeskulptur, die Professor Hubert von Pilgrim gestaltet hat, in den Grünbereich neben der Kirche versetzt werden. Allerdings wird das Kunstwerk, das mehrere Bürger darstellt, die in ein Streitgespräch vertieft sind und das mittlerweile seit fast 35 Jahren neben dem Paul-Gerhardt-Haus steht, nicht an seinen angestammten Platz zurückkehren, wenn die Tiefgarage fertig saniert ist. Denn: Der Marktplatz wird in den nächsten Jahren komplett umgestaltet und die Figurengruppe soll an ihrem neuen Standort bleiben.

Wie genau der Marktplatz später aussehen wird, das sollen auch die Bürger ein Stück weit mitbestimmen können. Deshalb lädt die Stadt am morgigen Mittwoch, 13. Februar, um 19.30 Uhr in den Sitzungssaal des Rathauses II ein. Dort, wo sonst der Gemeinderat tagt, können die Pfullinger ihre Ideen zur Umgestaltung des Platzes äußern. Im Dezember hatte das Rats-Gremium beschlossen, mehrere Planungsbüros mit der Ausarbeitung entsprechender Entwürfe zu beauftragen. Aber auch Einzelhändler, Angrenzer und Vereine sollen lauft Stadtverwaltung frühzeitig in die Überlegungen miteingebunden werden, wie der Marktplatz künftig aussehen könnte.

Erneuerungsbedarf besteht allerdings nicht nur an der Tiefgarage und am Marktplatz, sondern auch an der Martinskirche. Mit deren von langer Hand geplanter Sanierung will die evangelische Kirchengemeinde in diesem Frühjahr beginnen. „Im März oder April wird das Gerüst aufgebaut“, weiß Kirchenpfleger Gunter Haux. „Der exakte Termin steht zwar noch nicht fest, aber die Ausschreibung der Arbeiten ist abgeschlossen“, berichtet er.

Die Sanierung wird einige Jahre dauern und in mehreren Abschnitten realisiert. Anfangen will man mit der Renovierung des Kirchturms. „Es wird eine eher großflächige Baustelle, weil wir auch Container aufstellen müssen und verschiedene Sicherungsmaßnahmen nötig sind“, erklärt der Kirchenpfleger. Ein Stück weit wird also auch der Marktplatz betroffen sein, der allerdings in den nächsten zwei Monaten auch wegen der Tiefgaragen-Sanierung für Fußgänger nur eingeschränkt nutzbar ist. Kollidieren könnten beide Baustellen dann auch noch mit dem verkaufsoffenen Sonntag am 31. März. „Frühlingserwachen“ ist die Veranstaltung überschrieben, die zwar nicht nur, aber vor allem in der Innenstadt über die Bühne gehen soll.