Reutlingen Direkter Kontakt der Partner im "Open Space"

SWP 15.10.2014
Jetzt fand zum dritten Mal im Saal des franz.K die "Offene Ideenwerkstatt Migranten(-organisationen): Kooperationspartner mit Potenzial!" statt.

Die Vielfältigkeit der 30 Teilnehmer zeigt, dass Kooperationen mit Migrantenorganisationen ein Querschnittsthema sind. In der Veranstaltung am Dienstagabend diskutierten Mitarbeiter aus städtischen Einrichtungen wie der Abteilung für Ältere, der Erziehungsberatungsstelle, Referat für Migrationsfragen und Angestellte anderer Einrichtungen (Haus der Familie, Landessportverband, Eduard-SprangerSchule, Beratungsstelle GINA oder Projekt Eltern für Ausbildung) mit Akteuren aus Migrantenorganisationen. Vertreten waren der russischsprachige Verein Dialog, die Ahmadiyya Muslim Gemeinde, die Yunus Emre Moschee, das Demokratische Kurdische Gesellschaftszentrum RT-Tü, die Elterninitiative für Kurden und Araber sowie die Initiative "Sisters" für afrikanische Frauen.

Das Besondere bei dieser Ideenwerkstatt ist die Methode "Open Space". Es wurde nur über die Themen diskutiert, die die Akteure an diesem Tag mitbrachten. In den vier Gruppen gab es viel Zeit für einen offenen und direkten Austausch, wie er sonst in großen Netzwerktreffen nicht zu finden ist. Dabei wurden auch konkrete Absprachen getroffen. Beispielsweise vereinbarten die städtische Erziehungsberatungsstelle, die Yunus Emre Moschee und der Verein Dialog ein Treffen, um eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit zu erörtern. Die Projekte "Eltern für Ausbildung" und "GINA-Ausbildungsberatung" vereinbarten eine engere Kooperation mit den Vorbereitungsklassen der Eduard-Spranger-Schule zur Begleitung von neu angekommenen Jugendlichen und ihren Eltern in Ausbildungsfragen.

Die Diskussionen des Abends haben gezeigt, dass die veränderten Migrationsbewegungen und die steigende Zahl an Flüchtlingen Reutlingen vor veränderte Fragen stellt. So waren sowohl Sprachkurse und Begleitung für Flüchtlinge als auch die steigende Zahl von Jugendlichen in Vorbereitungsklassen, die enge Begleitung benötigen, dringliche Themen. Adäquate finanzielle Mittel sind derzeit nicht vorhanden - Aufgaben also, welche die Stadt Reutlingen weiter beschäftigen werden.

Organisiert hatte den Abend der Fachdienst Jugend, Bildung, Migration der Bruderhaus-Diakonie im EU-geförderten Projekt "Dabei sein: für alle!" mit dem Netzwerk Migration/Integration der Stadt und dem Kreisjugendamt.