DIES & DAS: Tank-Pech

WOLFGANG GATTIKER 08.03.2012

Tanken ist so eine Sache. Am Sonntagabend und Montag sind die Preise halbwegs bezahlbar, und wenn man die Stuttgarter Straße in Reutlingen entlangfährt, kann es bei der Ran-Tankstelle schon zu längeren Rückstaus kommen, wenn der Preis nach unten geht. Daselbe gilt für die Großmärkte in Gomaringen und Kirchentellinsfurt. Und dann spielen auch noch Glück oder Pech eine Rolle. Ein Autofahrer wollte eigentlich gar nicht tanken. Da sah er den Preis: 1,41. Die Warteschlange war erträglich, nur zwei Autos davor.

Also zwei Minuten gewartet und hoffnungsvoll die Zapfsäule ergriffen. Den Tankrüssel in den Tank gestellt, aber was war denn das? In genau diesem Moment springt der Zeiger auf 1,48 Euro. Um ein paar Sekunden zu spät getankt. Bei 60 Liter Tankinhalt wären das 4,20 Euro mehr gewesen. Das ergibt zwei Tassen Kaffee. Da ist man schlicht machtlos. Vielleicht hat der Autofahrer mal das Glück, bei 1,48 Euro tanken zu wollen und in dem Augenblick schnellt der Preiszeiger nach unten. Man muss eben den richtigen Moment erwischen. Der Autofahrer war sauer, tankte nur für einige Euros und wartet nun wieder auf Montag - wenn der Preis fällt.