DIES & DAS: Lachgas

SWP 04.01.2012

Wer träumt nicht davon, in entspanntem und angstfreien Gemütszustand zum Zahnarzt zu gehen! Dieser Traum kann freilich bald in Erfüllung gehen. Das Zauberwort heißt Lachgas. Der Trend kommt, wie könnte es anders sein, aus den USA. Dort gehört Lachgas seit einigen Jahren zum zahnärztlichen Standardprogramm. Auch in Deutschland entdeckt man diese komplikationsarme und kostengünstige Alternative zur Vollnarkose mehr und mehr. Über eine Nasenmaske atmet der Patient das Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein, und Angstzustände und Schmerzempfindungen schwinden, sagen die Zahnärzte, die das Verfahren schon anwenden. Sie behaupten, dass besonders Kinder, ältere Menschen und Angstpatienten von der Methode profitieren. Was aber, so fragen wir uns, wenn es ein Patient darauf anlegt, die Methode mit dem Lachgas zu missbrauchen? Was, wenn dieser Patient just in dem Moment, in dem der Zahnarzt den Bohrer ansetzen möchte, anfängt zu lachen? Und wenn der Patient die Dreistigkeit besitzt, immer dann die Atemmaske an sich zu reißen, wenn die Wirkung des Lachgases nachlässt? Ja, dann ist guter Rat wahrscheinlich teuer! PETER SWOBODA