Dies & das: Kein Lametta

DIETMAR CZAPALLA 09.01.2015

Lametta durfte früher an keinem klassischen Weihnachtsbaum fehlen. Es wäre unvorstellbar gewesen. In den ersten Jahren der Nachkriegszeit sammelte man das Staniollametta im Wald. Bomber der Alliierten hatten es tonnenweise abgeworfen, um die Radarsysteme der Flugabwehr zu verwirren und so die eigenen Maschinen zu schützen. Nach Gebrauch gehegt und gepflegt, wurde es noch viele weitere Weihnachten verwendet. Die glitzernden, dünnen Metallstreifen galten als traditioneller Schmuck für den Christbaum. Heute ist Lametta nicht mehr zeitgemäß. Auch weil Blei die Umwelt belastet, ist die Verwendung von Staniollametta stark zurückgegangen. "In den letzten 20 Jahren um 60, 70 Prozent. Lametta ist eine recht altbackene Geschichte", sagen die Christbaumschmuck-Fabrikanten. Ganz ausgerottet ist es allerdings nicht. Festzustellen am Christbaum-Sammelplatz auf dem Kreuzeiche-Parkplatz. Wenn auch nur noch selten, taucht da ein Lametta-Baum auf - sehr zum Ärger der Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR). Die nämlich weisen alljährlich darauf hin, dass man es aus Gründen des Umweltschutzes tunlichst unterlassen sollte.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel