Reutlingen Die Weinzeit ist da!

Reutlingen / NORBERT LEISTER 30.08.2013
Kaum zu glauben, aber der Herbst klopft schon wieder an die Tür. Auch ein Zeichen dafür ist: Das Reutlinger Weindorf begannt am Mittwoch.

Der Herbst hat sich schon angekündigt, speziell auch in Reutlingen. Denn: "Das Reutlinger Weindorf signalisiert, dass das Ende des Sommers bevorsteht", sagt Regine Vohrer. Das Ende der heißen Tage mag man bedauern. Es gibt in der Achalmstadt aber auch viele Menschen, die sich auf den "Reutlinger Herbst", das Weindorf, freuen, das am 7. September endet. Die Idee für den Reutlinger Herbst hatte, so Regine Vohrer, ihr Mann Julius vor fast 30 Jahren. Nun steht die Veranstaltung zum 28. Mal an - und wird zum ersten Mal ohne den "Macher", den "Kopf" dieser besonderen Veranstaltung durchgeführt. Nach dem plötzlichen Tod von Julius Vohrer hat seine Familie die Organisation des Weindorfes quasi geerbt, "der Wichtigste wird in diesem Jahr fehlen", so Regine Vohrer. Aber: Das Fest lebt nun mal von Traditionen - auf die die Organisatoren zurückgreifen können. Und das Fest lebt auch vom guten schwäbischen Essen, das sich ebenso bewährt habe wie die Musik. Die kommt an diesen Tagen "unplugged" daher und wird zur Unterhaltung der Gäste beitragen. Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr: "Das Alblinsenschwein, das mit Linsenschrot gefüttert wurde", erläutert Weindorfwirt Ludwig Failenschmid. Sowohl bei seinen Kollegen vom Glemser Stauseehotel wie auch vom Metzinger Hotel Schwanen werde das wohlschmeckende Fleisch angeboten. Doch auch Fisch stehe auf der Speisekarte, nämlich der vom Forellenhof aus Honau. "Auch wir präsentieren natürlich regionale Küche", betont Gerhard Gumpper. Die Familie Vohrer setzt im Übrigen mit den Wirten auf die gleichen Preise wie im Vorjahr, "die immer noch niedriger sind als beim Stuttgarter Weindorf".

Fehlen darf am zweiten Freitag des Weindorfs natürlich nicht das traditionelle Fassrollen: "Das war früher mal ein fairer Wettbewerb zwischen den Weindorfwirten", beschwert sich Dieter Wetzel vom Metzinger Schwanen. Seitdem aber die Feuerwehren aus Reutlingen und Aarau mitmischen, "haben wir es mit Vollprofis zu tun". Die hiesigen Floriansjünger würden ja offensichtlich ein Jahr lang einen Mitarbeiter freistellen, "der nur Fassrollen trainiert", sagt Wetzel heftig augenzwinkernd.

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