Würdigung Die Urkunde aus den Händen von „Uns Uwe“

Dr. Martin Sowa (links) bei der Ehrung an der Seite von  Fußball-Legende Uwe Seeler.
Dr. Martin Sowa (links) bei der Ehrung an der Seite von Fußball-Legende Uwe Seeler. © Foto: DFB
Reutlingen/Mannheim / swp 17.04.2018

Im Mannheimer Rosengarten wurden jetzt die Sepp-Herberger-Urkunden 2018 verliehen. 15 Preisträger erhielten in den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball Digital sowie Sozialwerk die mit Geld- und Sachpreisen dotierten Auszeichnungen.

Auf Vorschlag des Württembergischen Fußballverbandes hat die TSG Reutlingen Inklusiv für ihre zahlreichen und ständig wachsenden Fußballaktivitäten bundesweit den zweiten Platz in der Kategorie Behinderten- und Inklusionsfußball erreicht. Oliver Deutscher vom Württembergischen Fußballverband hatte die inklusive Abteilung zur Auszeichnung vorgeschlagen.

In der Laudatio wurde besonders das große Angebot der Reutlinger Abteilung hervorgehoben, welches es möglich macht, dass vom Kindes- bis zum Seniorenalter Fußball gespielt werden kann. So ist der jüngste Fußballer acht, der älteste 63 Jahre alt. Auch Mädchen und Frauen können sich bei der TSG Inklusiv in dieser Sportaktivität betätigen.

Die intensive Kooperation mit der Schullandschaft, der Peter Rosegger-, Guttenberg- und Bodelschwinghschule, floss ebenso in die Bewertung ein, wie das weit über den Sportkreis hinausgehende Engagement zum Beispiel im Projekt PFIFF. Aber auch der traditionell seit vielen Jahren stattfindende Echaz-Cup trug mit zu diesem Ergebnis bei. Zwei Spieler der TSG haben es über das PFIFF-Projekt, in Kooperation mit dem VfB Stuttgart und dem WfV, darüber hinaus auch in den Kader der Landesauswahl der Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung geschafft.

Kim Laudage und Dr. Martin Sowa waren zur Verleihung nach Mannheim gefahren, um aus den Händen von Deutschlands Fußballidol Uwe Seeler die Auszeichnung entgegenzunehmen. Zahlreiche Fußballgrößen hatten an diesem Abend ebenfalls den Weg in das Congresszentrum gefunden: Timo Hildebrand, Otto Rehhagel, Horst Eckel, Ottmar Hitzfeld, Reinhard Grindel als Präsident des DFB sowie viele weitere prominente Sportler aus der ganzen Bundesrepublik. Auch der Präsident des WFV: Matthias Schöck hatte es sich nicht nehmen lassen an der Veranstaltung mitzuwirken. Im Gespräch mit ihm schmiedeten Kim Laudage und Martin Sowa schon erste Pläne für die Zukunft.

In weiteren Gesprächen mit einer Rottenburger Gruppe, Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. und dessen Geschäftsführer Christian Schepperle, wurden Formen der Kooperation angesprochen, die noch in diesem Jahr in eine Zusammenarbeit münden sollen.

Die Verleihung der Sepp-Herberger-Urkunde war in einem großen feierlichen Rahmen einmal mehr Anerkennung und zugleich Beweis für die bundesweite Beachtung der Abteilung.

Der erfolgreich beschrittene Weg der Abteilung soll auch für andere Vereine des Sportkreises Ansporn sein, dem Beispiel zu folgen inklusive Fußballangebote zu machen.