Reutlingen Die Reformen tragen Früchte

Sie gehen zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr (von links): Eva Zimmermann (Schatzmeisterin), Ursula Schlüter (Erste Vorsitzende) und Tina Schwarz (Stellvertretende Vorsitzende).
Sie gehen zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr (von links): Eva Zimmermann (Schatzmeisterin), Ursula Schlüter (Erste Vorsitzende) und Tina Schwarz (Stellvertretende Vorsitzende). © Foto: Privat
Reutlingen / SWP 16.07.2016
Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Reutlinger Kinderschutzbundes ging es an erster Stelle um Zahlen, um ganz große Zahlen.

Beim Bilanzieren wurden die ehrenamtlich erbrachten Leistungen für das abgelaufene Geschäftsjahr zusammengerechnet und erreichten eine beachtliche Summe von mehr als 7100 Stunden. „Diese Zahl verdient Achtung und Dank an alle Frauen und Männer unseres Vereins“, bekräftigte Ursula Schlüter, 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes gleich zum Auftakt. Die Größe des Engagements ergibt sich einerseits aus der hohen Hilfsbereitschaft der Engagierten, aber auch aus den Strukturen des Vereins, die die Qualität und Niedrigschwelligkeit der Angebote sichern.

„Noch nie in der Geschichte des Kinderschutzbundes war es für Menschen in Not so einfach mit uns in Kontakt zu treten wie heute. Und noch nie waren wir in der Lage, so schnell und zielgerichtet auf Anfragen zu reagieren, wie wir es heute tun. Hier ist uns etwas Wichtiges gelungen, was die Menschen auch dankbar in Anspruch nehmen“,  erläuterte Schlüter, die mit ihrem Team in jüngster Zeit wichtige strukturelle Reformen bei dem Verein in die Wege geleitet hat.

Welche Wirksamkeit die neue Ausrichtung des Kinderschutzbundes in gesellschaftlichen Krisen haben kann, machte Schlüter anhand der teilweise dramatischen Geschehnisse aus dem Spätsommer 2015 deutlich. Während der Flüchtlingskrise wurde auch den Reutlinger Behörden schnell bewusst, wie gut es ist, gefestigte Institutionen wie beispielsweise den Kinderschutzbund als Partner zur Seite zu haben.

So wurde der Kleiderladen des Kinderschutzbundes innerhalb kürzester Zeit zu einer der zentralen Anlaufstellen im ganzen Landkreis für Menschen, die nach Kinderkleidung und Haushaltsutensilien suchten und für Menschen, die dies spenden wollten. Die Familienhilfe des Kinderschutzbundes konnte Patenschaften- und Begleitprojekte anbieten, die an anderen Stellen erst einmal aufgebaut werden mussten. Die kostenfreien Sprachförderungsangebote konnten Kinder aufnehmen, die Betreuung benötigten. Und dies alles geschah parallel zu den weiterlaufenden Begleitangeboten für die hier lebenden Familien.

Nicht zuletzt wies Schlüter auf die breite Unterstützung der Reutlinger Bürgerinnen und Bürger hin, die durch Sach- und Geldspenden das Engagement des Kinderschutzbundes kontinuierlich möglich machen.

Ob es im neuen Geschäftsjahr eine Steigerung in den erbrachten Leistungen geben wird, darüber wollte Schlüter nicht spekulieren. Doch eins ist für sie gewiss, sie hat ein engagiertes und starkes Team an ihrer Seite und damit lässt sich viel bewältigen.

 

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