Ferienprogramm Der Kreativität wird keine Grenzen gesetzt

Beim Stadtfest gibt es für die Eltern eine Tanzaufführung der Kreativwerkstatt.
Beim Stadtfest gibt es für die Eltern eine Tanzaufführung der Kreativwerkstatt. © Foto: Luisa Scheurer
Reutlingen / Luisa Scheurer 09.08.2018

Rund 80 Kinder testen eine Woche lang auf dem Gelände des Jugendhauses Hohbuch/Schafstall, wie sich richtiges Stadtleben anfühlen kann. In der Kinderspielstadt „Schafbuch“, die zum nunmehr 22. Mal ausgerichtet worden ist,  existiert ein richtiges Gemeinwesen, mit allem was dazu gehört: Vom Rathaus, Finanzamt und Arbeitsamt bis zur Arztpraxis und verschiedenen Werkstätten ist alles vorhanden.

Die Kinder spielen dabei nicht nur Bewohner, sondern sie sind es wirklich. Jeder muss arbeiten, um eigenes Geld zu verdienen, um dieses dann später unter anderem beim Friseur, im Kino oder im Casino ausgeben zu können. Pro Stunde verdient jeder sechs „Schafe“. Sie erleben dabei soziale, politische oder auch kul­turelle Wirklichkeit, spielen diese nach.

Schafbuch gibt es bereits seit  1997, die Kinderspielstadt ist seit damals laut Silvia Mauser, stellvertretende Jugendhausleiterin und offizielle „Schafbuch“-Managerin, immer mehr zu einem Selbstläufer geworden und hat sich immer weiter vergrößert. „Mir gefällt Schafbuch wahnsinnig gut. Es ist nie das Gleiche, weil jedes Jahr immer wieder neue Sachen kreiert werden und der Kreativität der Kinder keine Grenzen gesetzt werden“, erzählt sie. „Die Kinder nehmen auch einiges für sich mit, nachdem Schafbuch zu Ende ist: Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und dass sie etwas tun müssen, um Geld zu verdienen.“ Und sie machen die positive Erfahrung, wie man im Team arbeitet.

Die Spielstadt endet mit einem Stadtfest, an dem auch die Eltern eingeladen sind. Die gewählte Bürgermeisterin Lilly hält eine Rede. Sie und ihre Freundin Aylin sind begeistert von Schafbuch: „Wir hatten so viel Spaß hier. Man lernt sehr viel, zum Beispiel, wie man richtig arbeitet. Außerdem war das Programm sehr schön gestaltet, und man hat viele neue Freunde gefunden.“ Die Neunjährigen sind dieses Jahr zum ersten Mal da, wollen aber sicher wiederkommen. Auch die Betreuer, rund 40 waren es dieses Jahr, sind stolz auf die Kinder und glücklich, dass wieder alles so gut geklappt hat. Viele von ihnen waren früher selbst als Bewohner der Stadt dabei. „Es war immer eine tolle Erfahrung“, freut sich Jenny Mars, eine der Betreuerinnen.

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