Pliezhausen Das Gefühl, Gutes für andere zu tun

Spendenübergabe: Musikschulleiter Jakob Janotta, Sabine Dorn und Bürgermeister Christof Dold (v.links). Foto: Gudrun Schmied
Spendenübergabe: Musikschulleiter Jakob Janotta, Sabine Dorn und Bürgermeister Christof Dold (v.links). Foto: Gudrun Schmied
Pliezhausen / GUDRUN SCHMIED 03.05.2014
Ein Weihnachtskonzert für einen guten Zweck hat die Musikschule im vergangenen Dezember in Pliezhausen gegeben. Nun konnten 1000 Euro an die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" übergeben werden.

Anfang November 2013 hatte der Taifun Haiyan weite Teile der Philippinen verwüstet. Für die Organisatoren der Musikschule Pliezhausen lag deshalb die Idee nahe, ihr Benefizkonzert in der Adventszeit für die Hilfe auf den Philippinen, genau genommen für den Einsatz der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" zu starten.

Musikschulleiter Jakob Janotta und Bürgermeister Christof Dold konnten jetzt einen Scheck über 1000 Euro an Sabine Dorn von "Ärzte ohne Grenzen" überreichen.

Zur Aufführung kam damals, berichtet Janotta, eine musikalische Weltreise zum Thema Weihnachten. 100 Schüler der Musikschule sowie die meisten Lehrer waren an der Aufführung beteiligt, die knapp ein Jahr Vorbereitungszeit in Anspruch genommen hatte. Rund 500 Zuschauer erlebten dann einen "überwältigenden Erfolg". Neben der Präsentation der erfolgreichen Musikschularbeit sei, so Janotta, das Gefühl, etwas Gutes für Menschen zu tun, denen es schlechter geht als uns, für die Kinder ganz besonders wichtig gewesen.

Bürgermeister Christof Dold zeigte sich froh darüber, dass die doch eher kleine, aber als Bildungseinrichtung in Pliezhausen fest verankerte Musikschule, ein solches Projekt auf die Beine gestellt hatte.

Sabine Dorn, die für "Ärzte ohne Grenzen" als Krankenschwester arbeitet, nahm den Spendenscheck entgegen und berichtete von der Arbeit der Organisation. Die Ärzte ohne Grenzen seien in kürzester Zeit dort, wo sonst niemand hingehe. Im Katastrophenfall könnten Menschen und Material innerhalb eines Tages auf dem Weg sein. Auf den Philippinen habe man, nach der ersten medizinischen Nothilfe, bis heute Anlagen zur Wasseraufbereitung im Einsatz, da der Taifun Wasserleitungen und Kanalisation zerstört hat.