Reutlingen Das Berufswahlspektrum von Mädchen erweitern

Reutlingen / SWP 15.07.2016
Das Ziel ist klar vorgegeben: Die Girls’ Day Akademie soll bei Mädchen die Begeisterung für naturwissenschaftlich-technische Berufe wecken.

Mehr Mädchen für naturwissenschaftlich-technische Berufe heranzuführen – das war auch dieses Jahr wieder das Ziel der Girls‘Day Akademie. Zum erfolgreichen Abschluss wurden jetzt die Zertifikate an 13 Schülerinnen der 8. und 9. Klassen der Realschule des Bildungszentrums Nord, der Eichendorff-Realschule, der Hermann-Hesse-Realschule, der St. Wolfgang Schule und der Freien Evangelischen Schule (alle Reutlingen) sowie der Realschule der Graf-Eberhard-Schule (Kirchentellinsfurt) verliehen. Die Seminare fanden 14-tägig zusätzlich zum regulären Unterricht statt.

Finanziert wird das Projekt von der Agentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall. Ihre Eindrücke präsentierten die Teilnehmerinnen zum Abschluss vor den Schülerinnen der 8. Klassen ihrer Schulen. Besonders interessant fanden die Mädchen, dass sie bisher für sie unbekannte Berufsbilder kennenlernen konnten.

„Durch die enge Kooperation von Unternehmen und Schulen wird den Teilnehmerinnen die tatsächliche Berufs- und Arbeitswelt von eher frauenuntypischen Berufen vertraut gemacht“, erläutert der Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen, Dr. Jan Vetter. „So trägt die Girls’ Day Akademie dazu bei, das Berufswahlspektrum von Mädchen zu erweitern.“

Aus Sicht der Agentur für Arbeit ist besonders wichtig, dass die Schülerinnen nicht nur die Berufsbilder kennen lernen, sondern selbst praktische Erfahrungen in diesen Berufen sammeln können und so eigene Begabungen besser einschätzen können.

Das besondere Merkmal der Girls‘ Day Akademie – ein Kooperationsprojekt zwischen Schule und Wirtschaft – ist die Kombination aus Wissensvermittlung, praktischem Arbeiten und Schulung überfachlicher Qualifikationen.

Der gemeinnützige Bildungsträger BBQ gGmbH plant und richtet die Girls‘ Day Akademie aus. Die Firmen Baumann GmbH (Unterhausen), ElringKlinger AG (Dettingen/Erms), Gustav Magenwirth GmbH & Co. KG - Magura (Bad Urach), Institut Dr. Foerster GmbH & Co. KG (Reutlingen), Robert Bosch GmbH (Reutlingen), Sauter Feinmechanik GmbH (Metzingen) und Wafios AG (Reutlingen) unterstützten das Projekt durch praktische Experimente und Vermittlung theoretischer Grundlagen der jeweiligen Berufsbilder.

Bei einem Betriebsbesuch bei Baumann erarbeiteten die Schülerinnen beispielsweise in mehreren Arbeitsschritten Schlüsselanhänger mit Flaschenöffnern. Dabei wurden sie von Auszubildenden des Unternehmens angeleitet. Die Auszubildenden berichteten den Mädchen auch von ihren Erfahrungen in den Lehrberufen. Bei einer Betriebsführung erhielten die Schülerinnen Einblicke in die Produktion des Unternehmens.

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