Nein, es hatte keine Tränen am Samstag in der Pinnwand im Haus der Jugend gegeben. Dafür floss beim Abschlusskonzert reichlich Schweiß - bei den Bands und beim Publikum.

Nachdem sich alle bei der Videodokumentation mit einem Rückblick auf die vergangenen drei Projektjahre aufgewärmt hatten, gaben die fünf inklusiven Bands bei gefühlten 50 Grad noch einmal alles. Sie zeigten, wie man inklusiv rockt! Es standen insgesamt 56 Musikerinnen und Musiker mit und ohne Behinderung auf der Bühne. Sie feierten sich und das Publikum mit ihren leidenschaftlich vorgetragenen Songs. Als "Special Guests" waren beim Abschlusskonzert mit dabei: die Studenten-Band "Find your way" und "Care or Not", eine inklusive Band aus Ulm.

Etwas Wehmut war schon zu spüren, und der Abschied vom Projekt fiel überhaupt nicht leicht. Was ein "Versprecher" war, zeigte dann doch die Verbundenheit der Teilnehmer am Projekt mit der Musikwerkstatt: So verkündete eine Musikerin in ihrer Ansage: "Wir kamen immer gern nach Hause", verbesserte sich dann und sagte "zur Probe".

Die Band "No Limit" schenkte ihrem Anleiter Simon Madaus ein Fotobuch, "damit Du uns nicht vergisst". Vergessen wird diese großartige Zeit mit all den tollen Menschen bestimmt niemand!

Der Abend war der würdige Abschluss eines innovativen und einzigartigen Projektes. Es machte deutlich, wie Inklusion in der Kulturwerkstatt funktioniert. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: "Hauptsache, es rockt!"

Ein Dankeschön geht an die Bäckerei Berger für die Cateringspende und an die Förderer von Aktion Mensch, der Lechler-Stiftung und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS).