Reutlingens Landrat Thomas Reumann gibt am Nachmittag in einer Pressekonferenz 18 begründete Verdachtsfälle im Landkreis Reutlingen bekannt. Die Ergebnisse der Proben stehen noch aus. Im Einsatz waren die Ärzte unter anderem in Reutlingen, Betzingen und Dettingen.

Am Abend gibt das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg dann sieben weitere Corona-Fälle bekannt, fünf davon im Kreis Esslingen. Alle Infizierten waren in den vergangenen Tagen in Italien im Urlaub. Drei Betroffene stehen zu Hause unter Quarantäne, ein Ehepaar, das Vorerkrankungen aufwies, wurde stationär in einer Klinik aufgenommen.

Wie berichtet, war am Freitag ein Patient bei der Albklinik in Münsingen vorstellig geworden, der als leichter Verdachtsfall eingestuft wurde. Über das Wochenende wurde nun eine Probe dieses Patienten untersucht, am Montagnachmittag lag nun endlich das Ergebnis vor. Die Probe ist negativ, das heißt, es gibt keinen Corona-Fall auf der Schwäbischen Alb und weiterhin keinen im gesamten Landkreis Reutlingen, wie die Pressestelle des Landratsamtes mitteilte.

Weitere auffallende Patienten sind im Kreis über das Wochenende nicht vorstellig geworden.

Schulen und Kitas sind geöffnet

Weiterhin geschaltet ist das Info-Telefon des Landratsamtes zum Thema „Corona“, Telefon (0 71 21) 4 8043 99. Es klingelt tatsächlich regelmäßig. „Viele Urlaubsrückkehrer rufen an und fragen, wie sie sich jetzt verhalten sollen“, sagt Pressesprecherin Christine Schuster. Die allermeisten kämen allerdings aus Nicht-Risikogebieten zurück.

Viele fragen auch nach Schließungen von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen ab Montag. „Für Schulen gilt der allgemeine Hinweis des Kultusministeriums. da wir keinen Coronafall im Kreis Reutlingen haben, läuft am Montag alles wie gewohnt“, sagt Christine Schuster.

Auch darüber hinaus ist Schuster keine Veranstaltung im Kreis bekannt, die am Wochenende und auch schon vorausblickend abgesagt worden wäre.

Dritter Coronavirus-Fall in Tübingen

Unterdessen wird am Universitätsklinikum Tübingen inzwischen ein dritter Patient behandelt, der nachweislich mit dem Coronavirus infiziert ist.

Es handelt sich dabei um einen bereits bekannten Fall, nämlich den jungen Mann aus Böblingen, der im direkten Zusammenhang mit dem Göppinger Cluster steht .

Er ist der Partner der 24-Jährigen, die sich seit dem 25. Februar isoliert im Uniklinikum Tübingen befindet. Nach dem ambulanten, positiven Testergebnis ist er mit seinem PKW nach Tübingen gefahren und wurde stationär aufgenommen und ebenfalls isoliert. Ihm geht es ebenso wie den anderen beiden Patienten gut.

Alle anderen Testergebnisse negativ

Die noch von gestern ausstehenden PCR-Testergebnisse der Personen, die Kontakt mit dem Oberarzt aus dem Pathologischen Institut Tübingen hatten, sind alle negativ!