Es gibt verschiedene „Arten“ von Antigen-Schnelltests


Als Schnelltest wird ein Antigen-Schnelltest der bei einer Teststation/Apotheke/Praxis von qualifiziertem Personal durchgeführt wurde bezeichnet. Mit Selbsttest wird ein Antigenschnelltest bezeichnet, der selbst (bzw. beim eigenen Kind) zu Hause durchgeführt wird.
Durch flächendeckende Testungen können Ausbruchsgeschehen schneller erkannt werden.
Mindestens einmal pro Woche können sich symptomfreie Personen mittels Corona-Antigenschnelltest kostenfrei an Teststationen testen lassen. Derzeit werden diese kostenfreien Tests durch das DRK Tübingen an verschiedenen Stationen im ganzen Kreisgebiet angeboten. Auch Schnellteststationen anderer Anbieter und manche Apotheken bieten diese kostenfreien Tests an.

Schnellteststationen nur bei Symptomfreiheit

Die Schnellteststationen im Landkreis Tübingen werden gut angenommen. In der Kalenderwoche 14 ließen sich im Kreis über 24400 Personen testen, davon wurden dem Gesundheitsamt 40 als positiv gemeldet.
Dadurch konnten bisher unbekannte Infektionen aufgedeckt und verhindert werden, dass sich weitere Personen anstecken. In letzter Zeit kommen jedoch auch vermehrt Patienten mit Symptomen zu den Schnellteststationen. Anspruch auf einen Schnelltest haben jedoch nur asymptomatische Personen.
Um weitere Ansteckungsrisiken zu vermeiden wird darum gebeten, dass diese Personen nicht die Schnellteststationen (auch nicht die Apotheken) aufsuchen.
Arztpraxen und die Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz sind auf Personen mit Symptomen vorbereitet. Deshalb werden Personen, die Krankheitszeichen wie z.B. Husten, erhöhte Körpertemperatur, Geruchs- oder Geschmacksverlust aufweisen, gebeten einen Abstrich für einen PCR-Test vornehmen zu lassen. Dies ist möglich beim Hausarzt, in einer Corona-Schwerpunktpraxis oder in der Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz. Dies gilt auch für Personen, die eine rote Warnmeldung über die Corona-Warn-App bekommen haben oder die enge Kontaktperson einer infizierten Person sind.
Die Öffnungszeiten der Fieberambulanz auf dem Tübinger Festplatz sind Mo-Fr: 14 - 17 Uhr und Sa./So.: 14 - 16 Uhr. Eine Übersicht über Corona-Schwerpunktpraxen findet sich hier.

Was passiert bei positiven Schnelltests in Schulen und Kitas?

Bei positiven Schnelltests in Kitas oder Kindergärten – sowohl bei Kindern als auch beim Erziehungspersonal - muss in der Regel die ganze Gruppe nach Hause geschickt werden, da kleine Kinder während der Betreuung keine Masken tragen und keinen Abstand halten. Somit sind alle anderen Kinder und Erzieher*innen der Gruppe enge Kontaktpersonen. Es ist jetzt sehr wichtig, dass schnell ein PCR Test gemacht wird.
In Schulen wird genauer unterschieden, wer mit wem und unter welchen Umständen Kontakt hatte. Es wird z. B. berücksichtigt, ob Masken getragen wurden und wie regelmäßig gelüftet wurde. Hier prüft das Gesundheitsamt die Einzelfälle.
Eltern, die ihre Kinder zu Hause einem Selbsttest unterziehen, wird dringend empfohlen, ihr Kind bei einem positiven Ergebnis zu Hause zu lassen und sofort einen PCR-Test machen zu lassen. Bis zum Erhalt des Ergebnisses sollen auch die Haushaltsangehörigen zuhause bleiben. Es wird dringend empfohlen, die Kinder auch zu Hause zu lassen, wenn sie Symptome wie Husten oder starken Schnupfen haben.

Muss man schon ab dem Zeitpunkt des positiven Schnelltests (von geschultem Personal durchgeführt) zu Hause bleiben?

Betroffene müssen sich nach einem positiven Schnelltest unverzüglich und ohne Umwege nach Hause begeben. Dabei sollten sie keinen Kontakt zu anderen haben. Das Ergebnis des Schnelltests muss mit einem PCR-Test überprüft werden. (Testmöglichkeiten siehe oben)
Die Wohnung darf (außer zur Durchführung des PCR-Tests oder bei medizinischen Notfällen) nicht mehr verlassen werden bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Haushaltsangehörige von Personen mit positivem Schnelltest müssen auch zu Hause bleiben.
Wenn das Ergebnis des PCR-Tests negativ ist und der positive Schnelltest durch geschultes Personal durchgeführt wurde, erhält man für die Zeit zwischen Schnelltest und PCR-Test eine Bescheinigung. Das positive Schnelltestergebnis wurde ja dem Gesundheitsamt von der Teststelle gemeldet. Mit dieser Bescheinigung kann eine Erstattung des Verdienstausfalls unter www.ifsg-online.de beantragt werden.
Wenn das Ergebnis des PCR-Tests positiv ist, meldet sich das Gesundheitsamt und teilt mit, wie es weitergeht. Die Quarantäne dauert für Infizierte und enge Kontaktpersonen 14 Tage.

Wie zuverlässig sind Schnelltests überhaupt?

Schnelltests sind nicht so zuverlässig wie PCR-Tests. Es kann daher vorkommen, dass das Ergebnis des Schnelltests falsch positiv oder falsch negativ ist. Deshalb muss jeder positive Schnelltest durch einen PCR-Test überprüft werden. Ein negativer Schnelltest ist folglich auch kein Freibrief. Man muss trotzdem die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einhalten und in bestimmten Bereichen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske tragen.
Schnelltests werden aktuell trotzdem durchgeführt, da es wenig Alternativen gibt und Schnelltests helfen können, infizierte Personen, die keine Symptome haben, zu erkennen.

Um möglichst zuverlässige Schnelltest-Ergebnisse zu erhalten, kann man Folgendes beitragen:

● Den Test von einer geschulten Person durchführen oder beaufsichtigen lassen (z. B. an einer Teststation statt selbst zu Hause)
● Die Gebrauchsanweisung des Herstellers genau durchlesen
● Insbesondere die richtige Lagerung des Tests, die Temperatur bei der Durchführung und den genauen Zeitpunkt des Ablesens beachten
● Wenn der Abstrich laut Hersteller im vorderen Bereich der Nase durchgeführt werden soll, ist es wichtig, vorher zu schnäuzen, um tieferliegende Viren in den Nasenraum zu transportieren
● Den Abstrich gründlich entnehmen, damit genügend Probenmaterial für den Test zur Verfügung steht