Die Teststrategie des Landes sieht vor, dass  Schüler sowie deren Eltern zwei Mal wöchentlich einen Schnelltest machen können. Wie das konkret umgesetzt werden soll, steht noch in den Sternen. „Wieder einmal braucht das Land viel zu lange, um zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen, während der Druck im Kessel durch immer mehr drängende Nachfragen von Schulen und Elternvertretern steigen“, kritisiert Oberbürgermeister Thomas Keck.

Stadt lässt Lehrkräfte von der Feuerwehr schulen

Wie schon beim Schnelltest-Konzept für Kitas hat die Stadt daher selbst die Initiative ergriffen und eine eigene Teststrategie auf die Beine gestellt. Die Schulen erhalten das Angebot, die Lehrkräfte via Multiplikatoren-Prinzip schulen zu lassen. Die Schulung, organisiert von der Feuerwehr, findet am Mittwoch, 17. März, in der Stadthalle statt. Die Lehrer werden in zwei Gruppen geschult.
Zunächst 50 000 Schnelltests stellt die Stadt zur Verfügung, die Kosten in Höhe von 250 000 Euro belasten zunächst den städtischen Haushalt. „Das ist ein immenser Aufwand, den wir aber auf uns nehmen, um die Eindämmung der Pandemie so rasch wie möglich voranzutreiben und den schulischen Alltag schon bald wieder möglichst vielen jungen Menschen ermöglichen zu können“, unterstreicht der Rathaus-Chef.

OB Keck: Jeder Test zählt

Anders als von der Landesregierung angedacht, sollen die Schnelltests nicht nur in Arztpraxen oder Apotheken durchgeführt werden, sondern direkt vor Ort: „Da bei wieder ansteigenden Infiziertenzahlen und der Verbreitung von Mutationen vor Ort jeder Test zählt, haben wir beschlossen, das Schnelltest-Know-How direkt in die Schulen zu bringen“, so der Oberbürgermeister, "damit ermöglicht die Stadt dem Land, seiner Aufgabe nachzukommen.“