• Die Corona-Fallzahlen sinken, jedoch bleibt die Gefahr eines Anstiegs durch Mutationen des Coronavirus
Coronatest-Initiative vor dem Corona-Gipfel am 10.02.2021: Die Stadt Tübingen hatte in der Vergangenheit mit ihrer Corona-Strategie immer wieder für aufsehen gesorgt. Jetzt startet die Kommune eine Offensive für Corona-Schnelltests an Kitas und Schulen.
In dieser Woche sollen Lehrer und Mitarbeiter in Kitas geschult werden, wie Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und Notärztin Lisa Federle am Montag mitteilten. Von nächster Woche an sollen Erzieherinnen in Kitas zwei Mal wöchentlich getestet werden. An den Schulen soll es nach den Faschingsferien richtig losgehen.

Kostenlose Schnelltests bei mobiler Teststation

Wer sich das Testen nicht zutraut, bekommt ein Angebot, kostenlose Schnelltests beim so genannten Arztmobil auf dem Tübinger Marktplatz machen zu lassen. Palmer sagte: „Wenn wir es schaffen, regelmäßig mit Schnelltests abzusichern, dass sich in den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen kein Hotspot entwickelt, dann ist es verantwortbar zu öffnen.“ Zertifiziert seien die Tests, bei denen ein Wattestäbchen in die Nase eingeführt wird, für Laien noch nicht. Dies soll aber zeitnah möglich sein.

Tübingen hat niedrige 7-Tage-Inzidenz von 31

Palmer sagte, in Deutschland stehe man sich mit „Bürokratismus“ oft im Weg. „Ich übernehme die volle Verantwortung, diese Pandemie pragmatisch und sinnvoll zu bekämpfen und nicht auf Juristen und TÜV-Prüfer zu warten.“
Aktuell liegt die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Tübingen pro 100.000 Einwohner bei 31. Auch die Landesregierung will Tests an Kitas und Schulen ausweiten - mit zunächst zwei Schnelltests pro Woche bis Ostern.