Die baden-württembergische Landesregierung hat beschlossen, die laufende Notbetreuung in Kindertagesstätten schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs auszuweiten.

Regelbetrieb in Reutlinger Kitas ab dem 18. Mai nicht möglich

Auf Basis des Vorschlags entwickeln die Stadt und freie Träger ein gemeinsames Konzept für die Reutlinger Kindertageseinrichtungen – mit dem Ziel, die eingeschränkte Regelbetreuung am 25. Mai zu starten.
Den eingeschränkten Regelbetrieb bereits ab Montag, 18. Mai, zu starten, ist damit nicht realisierbar. Da der Rechtsrahmen voraussichtlich erst am Wochenende steht, ist bis dahin keine Elterninformation oder sogar eine Aufnahme weiterer Kinder möglich.

Gemeinsamer Fahrplan von Stadt und Trägern

Eltern werden von den Trägern am ersten Werktag nach der Veröffentlichung der neuen Corona-Verordnung über deren Inhalt informiert. Um sich bereits jetzt auf die Umstellung von Notbetreuung auf eingeschränkte Regelbetreuung vorzubereiten, haben Stadt und freie Träger einen gemeinsamen Fahrplan erstellt. Dieser hat das ambitionierte Ziel, ab Montag, 25. Mai 2020, eine erweiterte Betreuung anzubieten.

Nur vier Tage für Neu-Organisation der Plätze

Den Trägern bleiben damit nur vier Werktage für Information, Anmeldung und Aufnahme. Kinder, die bereits in der Notbetreuung sind, behalten ihren Kita-Platz haben. Damit weitere Kinder in den Einrichtungen betreut werden können, wird ein zeitlich rollierendes System eingerichtet. Welche Kinder in die "eingeschränkte Regelbetreuung" aufgenommen werden, entscheidet im Einzelfall der jeweilige Träger.

Ziehen Metzinger Kindertagesstätten möglicherweise mit?

Auch in den Metzinger Kindertageseinrichtungen hat man immer noch nur begrenzt Plätze zur Verfügung. Daher teilte die Stadt Metzingen mit, dass auch sie einen flächendeckenden Regelbetrieb in Krippen und Kindergärten bereits ab Montag, 18. Mai, mit einem eingeschränkten Regelbetrieb nicht gewährleisten können.
Ob und wie die Metzinger Einrichtungen in den kommenden Wochen wieder zum Regelbetrieb zurückkehren werden, ist der Redaktion zum jetzigen Zeitpunkt (Stand 15. Mai, 14:45 Uhr) noch nicht bekannt. Möglicherweise wird die Stadt Metzingen sich jedoch auch am neuen Zeitpunkt zum 25. Mai orientieren.

Auch die Tübinger Kindergärten nehmen Verschiebung zum 25. Mai an

Auch die Tübinger Stadtverwaltung und Kitas bereiten sich auf den Ausbau der Betreuung zu einem reduzierten Regelbetrieb mit bis zu 50 Prozent der Kinder vor.
„Wir können die Frustration der Eltern verstehen. Es ist zunehmend unverständlich, dass ab 1. Juni möglicherweise wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen erlaubt sein sollen, es aber noch immer keine klaren Vorgaben für die Kitas im Land gibt“, sagt Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch.

Infektionsschutz für Kinder an erster Stelle

Wie auch in Reutlingen gilt: Sobald die neuen Kriterien bekannt sind, wird die Stadtverwaltung darüber informieren, wie die zusätzlichen Plätze vergeben werden. Die Bearbeitung der Anmeldungen, die Umsetzung der Hygienemaßnahmen und die Personalplanung benötigen etwa eine Woche Zeit. „Dabei steht der Infektionsschutz für die Kinder und für unsere Beschäftigten weiterhin an erster Stelle“, sagt Manfred Niewöhner, Leiter des Fachbereichs Bildung, Betreuung, Jugend und Sport.

Betreuungs- und Verpflegungsgebühren wieder fällig

In der kommenden Woche werden zunächst Notfälle versorgt, die durch die bisherige Landesverordnung nicht abgedeckt sind. „Wir werden auch weiterhin Plätze für Kinderschutzfälle und Notsituationen freihalten“, betont Daniela Harsch. Familien, die die Notbetreuung in den städtischen Kitas nutzen, müssen ab dem Monat Mai die regulären Betreuungs- und Verpflegungsgebühren zahlen. Eltern, die keine Betreuung in Anspruch nehmen, müssen auch weiterhin keine Gebühren bezahlen. Das hat der Tübinger Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen.